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Trentino

Nach dem im Frühjahr der Norden besucht wurde, ist nun der Süden an der Reihe. Wir, das sind Nelly und Rolf, sowie Tuulia und ich. Wir haben drei schöne Wochen erlebt mit traumhaftem Wetter und wunderschöner Natur.

Wir haben etwas mehr als 1000 km gefahren.

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Donnerstag 23. April 2026

Embrach - Meran >> 330 km

Endlich ging es los. Wir hatten schon am Sonntag die wichtigsten Sachen ins Wohnmobil gebracht. So hatten wir dann am Donnerstag Morgen keinen Stress. Tuulia wie immer wen es um reisen geht war um 04.00 Uhr schon wach. So hatte sie auch in Ruhe noch alles erledigen Können was zu machen war. Um halb zehn Uhr fuhren wir los. Es war wenig Verkehr und wir konnten perfekt mit dem Assistenten fahren, Nach der Auffahrt auf die österreichische Autobahn wurde es interessant. Wir warteten auf den wichtigen Pippston der uns anzeigte dass die Go-Box funktionierte. Kein Problem, so konnten wir die Strasse beruhigt befahren. Nach dem Arlbergtunnel hielten wir kurz an um etwas kleines zu Essen. Nach der Abzweigung von der Innsbruck Autobahn Richtung Reschenpass kam noch eine Überraschung. EIn Tunnel war gesperrt und zwang uns Richtung St Moritz zu fahren. Beim Schweizer Zoll zeigte das Navi direkt wieder links zu fahren. Dann ging es in Serpentinen auf den Reschenpass wo wir wieder auf die alte Strasse kamen. Der Rest der Strecke durchs Vinschgau war wie immer kein schönes Fahren. LKW, Traktoren, Fussgängerstreifen und Rondellen liessen kein zügiges Vorwärtskommen zu. So zog es sich und man konnte am Restkilometerzähler kaum Bewegungen ausmachen (übertrieben) Nach 16.00 Uhr waren wir dann doch in Meran auf einem schönen Campingtplatz hoch über der Stadt.

Der Platz gehört zu einem Fünfstern Hotel. Die ganzen Annehmlichkeiten darf man benutzen. (Spa, Sauna, Schwimmbad usw. Tuulia und ich haben im Restaurant zu Abend gegessen. Es überzeugte uns nicht völlig.

Freitag, 24. April 2026

Besuch Meran

Wir haben weiterhin schönstes Wetter und strahlend blauer Himmel. Um 10.00 Uhr warteten wir auf den Bus in die Stadt. Pünktlich wurden wir abgeholt. Die Fahrt steil bergab nahm der Chauffeur sportlich. Wie ein F1 Fahrer bewältigte er die enge Strasse. Wir stiegen direkt beim Wochenmarkt aus. Schon im Mittelalter spielte Meran eine wichtige Rolle als Handelszentrum und rühmt sich auch heute noch eines reichhaltigen Marktkalenders. Auf dem großen Freitagsmarkt, stehen Lebensmittel, Spezialitäten und Kleidung im Vordergrund. Es ist schon beeindruckend wie gross der Markt ist. Wir haben an diversen Ständen gute Gespräche mit Marktleuten geführt. Dabei haben wir natürlich auch Kleider, Schuhe, Gürtel und Tiroler Spezialitäten gekauft.

Kurz nach Mittag fanden wir ein sehr gutes Restaurant mit einem Aussenbereich in einem Hof. Wir speisten hervorragend und setzten anschliessend unser Wanderung fort. Unser nächstes Ziel war das Flower Festival. Das Merano Flower Festival präsentiert florale Installationen und Kreationen, Workshops für Groß und Klein, eine Schau ornamentaler Pflanzen sowie Vorträge rund um die Welt der Botanik – ein wahres Fest für die Sinne. Sie zeigt uns ihre schönsten Schätze, manchmal verborgen in Gärten und Parks, oft freimütig entlang der Promenaden und Spazierwege. Direkt vor dem Jugendstil-Prachtbau Kurhaus Meran, auf der eleganten Kurpromenade,

Am Ende der Strasse genossen wir noch ein gutes Italienisches Eis als Dessert. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus hoch zu unserem Wohnmobilplatz wo wir den Tag gemütlich mit einem Bier beendeten. Wir konnten noch lange die warme Sonne geniessen.

Samstag, 25.4.2026

Besuch des Botanischen Gartens von Meran. Die Sissi-Gärten im Schloss Trauttmansdorff in Meran sind ein einzigartiger Ort, an dem Natur, Kunst und Geschichte aufeinandertreffen. Dieser botanische Garten, der sich über 12 Hektar erstreckt, beherbergt mehr als 80 Pflanzenbereiche aus aller Welt. Dank der panoramischen Lage und des milden Klimas von Meran sind die Gärten seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel, als Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi) das Schloss Trauttmansdorff zu ihrer Winterresidenz wählte. Man kann ohne weiteres einen ganzen Tag verbringen. Die Wege gehen teilweise recht stark Auf- oder Abwärts. Wir haben rund 6 Stunden im Park verbracht und waren dann recht Müde. Es lohnt sich auf jeden Fall die Strapazen auf sich zu nehmen. Die Pracht der Gärten und die Buntheit der Blumen, Bäume und Sträucher sowie die Wasserfälle lässt einem immer wieder erstaunen.

Die Sissi-Gärten im Schloss Trauttmansdorff in Meran sind in vier Hauptbereiche unterteilt, jeder mit einzigartigen Merkmalen:

Wälder der Welt

Laub- und Nadelbäume aus Amerika und Asien. Die Vegetation verändert sich je nach Klima und Boden und reproduziert natürliche Ökosysteme aus gemäßigten Regionen wie Südjapan und Florida.

Sonnengärten

Mittelmeerpflanzen wie Oliven, Zitronen, Zypressen, Feigen und Lavendel. Auf der Südseite des Schlosses befindet sich der nördlichste Olivenhain Italiens. Aromatische Zwergsträucher und immergrüne Bäume schaffen die Mediterrane Landschaft nach.

Terrassierte und Wasser-Gärten

Wege, Blumenbeete und Wasserläufe führen zum Seerosenteich, umgeben von bunter Ufervegetation. Diese Bereiche kombinieren italienische und englische Gartenstile in einem harmonischen, vielfältigen Layout.

Südtiroler Landschaften

Obstgärten, Weinberge, Kastanienhaine, Felder und Wiesen zeigen, wie Geschichte und Landwirtschaft die Südtiroler Landschaft über Jahrhunderte geprägt haben.

Sonntag, 26. April 2026

Meran - Calceranica al Lago >> 110 km

Nach drei Nächten in Meran zogen wir weiter. Über Landstrassen erreichten wir Calceranica nach einer landschaftlich schönen Strecke nach 12.00 Uhr. Calceranica besticht nicht nur durch seine Nähe zum Caldonazzo See, sondern auch durch seinen antiken Charakter auf felsigem Boden. Seine Lage am See ermöglicht gemütliche Spaziergänge entlang des Ufers, wo sich auch verschiedene Badestrände befinden. Die Promenade mit den vielen Restaurants und Bars lädt zu gemütlichen Spaziergängen ein und ist direkt mit dem kleinen Bahnhof und dem Sportanlage verbunden. Auf dem See tummeln sich im Sommer Segel- und Paddelboote. Wir checkten zuerst beim Campingplatz Bellavista ein. Darnach suchten wir das Restaurant des Campingplatzes auf. Wir waren nicht alleine. Eine längere Kolonne an Gästen wartet auf Einlass. Nach einer runden halben Stunde waren wir auch an der Reihe. Es hatte sich gelohnt. Die Speisekarte mit vielen Bildern war grandios. Das Essen eine wahre Freude. Nach dem Dessert (Eiscup) gingen wir zum Wohnmobil um zu verdauen und Chillen.

Montag, 27. April 2026

keine Fahrt, Wanderung in der Umgebung

Nach dem gestrigen Tag mit vielen Besuchern am See kehrte heute wieder Ruhe ein. Wir waren nicht gerade alleine aber es wimmelte nicht von Badegästen. Wir machen heute zu Fuss einen Besuch von Calceranica und Caldonazzo. Zuerst ging es dem See entlang auf einem schönen Strandweg. Überall hatte es Badebuchte, die im Sommer wahrscheinlich gut besucht sind. Nach einer halben Stunde erreichten wir den Ort Calceranica al Lago. Sich entlang eines Hügels bis hinunter zum Caldonazzosee erstreckend, besitzt Calceranica al Lago gleich zwei Seelen: die des Sees mit seinen grünen Ufern, Campingplätzen, Stränden und Vergnügungsmeilen und die des Hügels, den eine ansteigende, fast wendeltreppenartige Strasse durchzieht. Auf der Hälfte des Weges erhebt sich die Kirche S. Ermete und auf dem Gipfel die alte Pfarrei der Assunta aus dem 12. Jahrhundert. Hinter der Ortschaft breitet sich die Hochebene der Vigolana aus, die einen traumhaften Blick auf das Valsugana bietet. Weiter unten lockt der Caldonazzosee mit seinen Landungsstegen, Segel- und Ruderbooten, Kanus und Drachenbooten. Neben gut mit Gras bewachsenen Ufern und Sandstrände verläuft die lange Promenade, die entlang des Sees vom kleinen Bahnhof bis zu den Sportanlagen führt. Im Hinterland werden Äpfel und kleine Früchte des Trentino angebaut.

Wir machten im Dorf in einem kleinen Restaurant eine Pause und genossen einen Aperitiv

Nach einer kürzeren Pause spazierten wir weiter zum nächsten Ort Caldonazzo. Das historische Zentrum des Dorfes ist vom typischen bäuerlichen Stil des Trentino geprägt. Die Burg "Magnifica Corte Trapp", ehemaliger Verwaltungssitz des Gerichts, befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche S. Sisto. Es gibt nicht viel zu erkunden so entschlossen wir uns das Mittagessen einzunehmen. Das war nicht gerade einfach, da es sehr wenige Restaurants gibt und zudem Montag war. So ging es nach einer Stunde wieder abwärts bis zum Bahnhof, wo wir für Morgen den Fahrplan studierten. Morgen fahren wir mit dem Zug nach Trento. Nach der Rückkehr spendierten wir uns noch nach 13000 Schritten und 7 km Laufleistung noch einen schönen italienischen Cup.

Dienstag, 28. April 2026

keine Fahrt, Ausflug Trient

Heute fuhren wir mit dem Zug nach Trient. Beim Einchecken erhielten wir die Trentino Karte die für das ganze Trentino Gebiet für Bahn und Bus gültig ist. Alle Transportmittel sind kostenlos. Zu Fuss mussten wir zum Bahnhof der rund 30 Minuten vom Wohnmobil entfernt liegt. Der Zug führte durch eine wunderschöne Landschaft nach Trient herunter.

Vom Bahnhof von Trient aus sieht man zuerst einen wunderschönen Brunnen mit einer Bronzestatue zu Ehren von Dante Alighieri, geschaffen vom Florentiner Bildhauer. Das Denkmal wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Symbol für die italienische Kultur des Trentino erbaut. Wir spazierten weiter zur Altstadt, die fussläufig vom Bahnhof entfernt liegt.

Mitten in der Altstadt steht ein mächtiger Dom. Die San Vigilio Kathedrale, der Dom von Trient wurde auf einer Fläche erbaut, auf der ein alter Tempel des Schutzheiligen der Stadt, San Vigilio, stand. Vermutlich gab es dort, vor dem Tod des Heiligen, eine Kirche, die nach padanischen Vorbildern erbaut war. Der Fürstbischof Ulrich II. begann im 11. Jh. mit dem Bau der Kathedrale, die 1212 fast vollständig niedergerissen wurde, um dem neuen Dom, im romanisch-lombardischen Stil Platz zu schaffen, auf Geheiß von Federico Vanga, einem der Bischöfe, die am meisten für die städtebaulich-künstlerische Entwicklung der Stadt getan haben.

Der Innenraum des Doms wirkt durch die enorme Höhe und die Länge des Mittelschiffs, die durch das lange Presbyterium verstärkt wird, relativ gross. Der Hochaltar wird von einem barocken Baldachin überspannt. Er wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, als Erfüllung eines Gelübdes, das die Stadtbevölkerung während der französischen Belagerung im Jahr 1703 im Zuge des spanischen Erbfolgekrieges abgelegt hatte. Im Hochaltar wird die Urne mit den Reliquien des Heiligen Vigilius aufbewahrt.

Nach dem Mittagessen spazierten wir zum Castello del Buonconsiglio. Auf einem Felshügel inmitten von Trient ragt das Schloss Buonconsiglio in die Höhe, das bedeutendste profane Bauwerk des Trentino. Das mächtige Schloss stammt aus den Jahren 1239-1255 und diente bis zur Säkularisierung des Fürstentums im Jahre 1803 als Herrschaftssitz der Fürstbischöfe von Trient. Seine heutige Struktur verdankt das Schloss den Bemühungen genau dieser Fürstbischöfe und natürlich einiger der besten Architekten der damaligen Zeit.
Das Schloss besteht aus mehreren Gebäuden unterschiedlicher Stilepochen und ist von einer mächtigen Schlossmauer aus dem 16. Jahrhundert umgeben. Hinter der Mauer mit ihren zylindrischen Bastionen erstreckt sich ein wunderschöner italienischer Park. Über allem thront der Torre d'Augusto, welcher zusammen mit dem mittelalterlichen Palazzovecchio und seinen gotisch-venezianischen Loggien den ursprünglichen Kern des Schlosses bildet.

Nach dem Besuch des Castellos machten wir uns langsam auf den Nachhauseweg. Diesmal nutzten wir den Bus. Wir sind in Italien und auf der fahrt von 190 m über Meer auf 460 Meter geht es auf relativ engen Strassen den Berg hinauf. Unser Chauffeur hatte vermutlich den Ausweis in Monza auf der Rennstrecke Imola gemacht. Um die Kurven kamen auch dauernd PW entgegen die er elegant Umschiffte. Für Nelly eine wahre Tortur. Nach der Ankunft brauchte sie zuerst etwas Erholungszeit. Der 20 minutige Weg war im Gegensatz zu den Kilometern (12km) in der Stadt ein Kinderspiel.

Mittwoch, 29. April 2026

Calceranica - Levico-Therme >>> 8 km

Heute ging es weiter. Die Strecke aber wenige Minuten lang. Ich bin mit Tuulia zuerst nochmals ein Dorf zurückgefahren, da sie im Restaurant den Rucksack vergessen hatte. Dann fuhren wir nach Levice zu einem Supermarkt. Wenige 100 Meter daneben der Stellplatz vor dem Campingplatz. Morgen ziehen wir in den Campingplatz um der dann eröffnet wird. Ein kleiner Spaziergang beendete den Tag. Leider fing es an zu Regnen.

Mittwoch, 29. April 2026

Calceranica - Levico-Therme >>> 8 km

Nach dem Regen gestern Nachmittag hatten wir heute wieder strahlenden Sonnenschein. Wir starteten mit einer leichten Bergtour. Vom Campingplatz aus spazierten wir gemächlich die 100 Höhenmeter ins Dorf Levico Therme. Mit den Ortschaften Chiesa, Furo, Grande, Cortina, Oltrebrenta und Selva ist Levico Terme vor allem wegen seiner heilenden Quellen mit arsen- und eisenhaltigem Wasser bekannt. Somit kann die Kleinstadt Levico auch eine große Anzahl an Thermalkuren anbieten. Sie hat 8000 Einwohner.

Der Weg war nicht besonders steil, sodass wir mühelos oben ankamen und nur staunten ob der Schönheit des Ortes. Das veranlasste uns in einem Restaurant direkt zum Aperol zu schreiten. Anschliessend spazierten wir durch den Ort und erfreuten uns an den schön hergerichteten Blumenrabatten und Wasserfällen.

  • Kirche Parrocchie Levico Laghi
  • Parrocchia del Santissimo Redentore
  • Hochaltar von Architekten Tomasi, mit einem großen Kruzifix von Giuseppe Rungaldier und vier bedeutenden Holzstatuen

Nach dem Besuch der Kirche war Mittagessen angesagt. Das Highlight war dann der Kurpark von Levico, er ist der größte historische Park der Provinz von Trient. Die Abteilung für Naturschutz und Umwelt der Autonomen Provinz von Trient ist für die Verwaltung des Naturbesitzes des Parks zuständig und organisiert Lehr- und Freizeitveranstaltungen. Die Geschichte des Parks beginnt im Jahre 1898 als Giulio Adriano Pollacseck, der Direktor der Gesellschaft Levico-Vetriolo Heilquellen ein Stück des Parks kauft, um ein Thermalbad einzurichten. Die Hauptstraße des Parks, die 1902 eingeweiht wurde, beginnt am Bahnhof von Levico, verbindet den Thermalkomplex mit einer jahrhundertealten Buchenallee und reicht bis zum Zugang zu den Grünflächen und daraufhin bis zum Grand Hotel. Aus dieser Zeit stammen auch die monumentalen Bäume, wie die Riesen-Lebensbäume, die man noch heute bewundern kann. Die Villa Paradiso, ein Gebäude im Jugendstil, war der Wohnsitz des Gärtners. Durch seine günstige klimatische Position ist der Park ganzjährig geöffnet und die größte grüne Lunge des Kurorts. Er erstreckt sich über eine Fläche von 131 tausend qm mit 125 Baum- und Buscharten, darunter auch einigen Exotischen. 


Freitag, 1. Mai 2026

Wanderung um den Lago di Levico

Heute starteten wir eine Wanderung um den Lago di Levico. Gemäss den Wegweisern rund 2.5 Stunden. Als wir zum See liefen konnten wir schon von weitem ein lautes Geknatter hören. Auf dem grossen Parkplatz waren die Fahrer Lager eingerichtet. Es wurde geschraubt, poliert und Fahrzeugteile ausgetauscht. In einer langen Kolonne warteten die Fahrer mit ihren frisierten und lauten Fahrzeuge auf den Start zum Bergrennen.

Von der Polizei eskortiert fuhren sie los zum Start. Wir zogen dann weiter und genossen den schönen Weg dem See entlang. Lago di Levico liegt im Valsugana, nicht weit vom Zentrum von Levico Terme entfernt. Es ist ein Becken, das zwischen sanften Hügeln und Wäldern liegt, die bis zum Wasser hinabfallen. Seine längliche Form erinnert an einen kleinen Fjord, dessen Ufer teilweise zum Baden und teilweise dem Grün des Waldes überlassen sind. Die milde Wassertemperatur, die flachen Wege und das Vorhandensein des Biotops machen es für diejenigen interessant, die einen ruhigen Ort suchen, um abwechselnd Spaziergänge, Stopps am Strand und einfache Beobachtungen der Landschaft abzuwechseln.

Nun kehrten wir auf der anderen Seeseite wieder zurück. Der Weg führte nun auf teilweise schlechtem Untergrund bergauf und bergab. Die Aussicht vom erhöhten Weg war sehr schön.

Nach einigen Pausen erreichten wir dann doch noch unser Ziel. Müde aber Stolz von unserer Leistung hatten wir einen Aperitif verdient. Ein hervorragender Prosecco und kleine Häppchen brachten wieder Lebensgeist in unsere Knochen.

Inzwischen ist es drei Uhr geworden und es meldete sich der Hunger. Der Stellplatz hat zwei Weber Grill die man benutzen durfte. Ein Comfort, den ich noch nie gesehen hatte. Beide am Gas angeschlossen, geputzt wird er vom Personal. Wir grillten Würste und die Frauen machten die Sättigungsbeilagen und den Salat bereit. Mit vollen Bäuchen genossen wir mit einer Nachspeise (Tortufo) und Glace den Abend.

Samstag, 2. Mai 2026

Levico - Bassagno del Grappa >>> 70km

Nach drei wunderschönen Tagen in Levico fuhren wir wiederum rund 80 km nach Bassagno. Wir wollten einen Stellplatz in der Nähe des Zentrum als Nachlager benutzen. Bei der Ankunft war aber kein Platz mehr frei. Es war auch noch Markt in der Stadt. So suchten wir einen Agritourismo Platz in der Nähe. Als wir in die vom Navi vorgeschriebene Strasse einbiegen wollten stand eine Tafel mit 2.10 m breiten Beschränkung. Also neues Ziel suchen. Nicht weit weg gab es noch zwei Campingplätze.

Also nichts wie hin. Und wir hatten Erfolg. es hatte noch einige Plätze frei. Nach der Installation wurde es Zeit noch Essen zu gehen. Die Zeit drängte den das Restaurant hatte nur bis 14.30 Uhr warme Küche. Wir haben in einer wunderschönen Gegend wunderbar gegessen. Bassano ist das unbestrittene Mekka der Gleitschirm- und Drachenszene in den Südalpen. Die Thermik ist ganzjährig interessant und kann schon früh im Jahr für Streckenflüge genutzt werden. Tuulia und ich sind anschliessend noch rund eineinhalb Stunden die Strasse neben dem Restaurant hoch spaziert. Es war eine einzigartige Vegetation mit schönen Mischwäldern und unberührter Natur.

Sonntag, 3. Mai 2026

Bassagno del Grappa - Verona >>> 90 km

Wir waren nur eine Nacht in Bassagno. Bevor wir nach Verona fahren, wollten wir den gestrigen verpassten Besuch der Stadt nachholen. Da es Sonntag früh war hofften wir auf einen Parkplatz im Zentrum. Das Navi führte uns wieder auf den Stellplatz, der zu unserem Erstaunen viele frei Plätze hatte. Also parkieren und zu Fuss in die Altstadt laufen. Es hatte schon recht viel Besucher. Die Stadt ist bekannt für ihre Brücke, die heute Ponte degli Alpini heißt, aber Bassano del Grappa ist noch viel mehr! Daher sollten man für den Urlaub in der Hügellandschaft des Prosecco Superiore einen Besuch in Bassano del Grappa einplanen! Grappa ist in Bassano eine kulturelle Angelegenheit, auf die die Einwohner dieser Stadt stolz sind. Man muss Bassano gesehen haben, um die Kultur Venetiens wirklich zu verstehen. Einen Stopp verdient auch ihr Wahrzeichen, die Brücke Ponte degli Alpini, die im zweiten Weltkrieg gesprengt wurde, um die Stadt zu schützen. Auch das exklusive Grappa-Museum sollten Sie nicht auslassen. Wohl bekomm's!

Gegen Mittag fuhren wir los Richtung Westen nach Verona. Wir benutzen die Nebenstrassen und konnten so auch etwas die Landschaft bestaunen. Es hatte ordentlich Verkehr und viele viele Kreisel. Gegen 15.00 Uhr waren wir am schönen Stellplatz in Verona. Nach der Installation wurde gegrillt. Mit vollen Bäuchen ruhten wir uns aus. Morgen werden wir mit dem Bus in die Stadt fahren.

Montag, 4. Mai 2026

Besuch Verona

Wir gelangten direkt zur Arena von Verona, die im Zentrum steht. Ein wunderschöner Platz mit vielen Häusern in allen Farben rahmt die Arena ein. Verona bezaubert durch ihren romantischen Charme und verführt durch die Geschichten um die Verliebten Romeo und Julia. Die elegante Stadt mit ihrer langen Tradition zeigt sich gern vornehm. In der Arena von Verona, einst römisches Amphitheater, werden jährlich in den Sommermonaten die berühmtesten Opern unter freiem Himmel aufgeführt.

Von Piazza Brà gelangt man über Via Roma zur Festung Castelvecchio am Etsch (auf italienisch Fiume Adige). Das Castelvecchio mit der Fußgängerbrücke Ponte Scaligero über die Etsch gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Verona. Die in den Jahren 1354 - 1357 unter der Herrschaft der Familie Scala erbaute Festung diente als Herrschaftssitz und Verteidigungsanlage und beherbergt heute das Museum mit Werken der Veroneser Malerei und Skulptur seit dem Mittelalter.

Scaliger Gräber
Die Arche Scaligere, das sind die Grabstätten der Familie Scala. Die Grabmäler befinden sich gleich nach der Piazza dei Signori und stellen eine besondere Sehenswürdigkeit in Verona dar. Der Eingang zu dem beeindruckenden Friedhof der Familie Scaligere befindet sich neben der kleinen Kirche S. Maria Antica aus dem 8. Jahrhundert. Über dem Eingangsportal der Kirche befindet sich der Grabbogen von Cangrande della Scala, der 1329 starb. Die Grabmäler der Familiendynastie aus dem 14. Jahrhundert, Arche Scaligere, sind im gotischen Stil gefertigt. Erkennbar ist immer das Symbol der Familie Scala, nämlich eine Wendeltreppe.
Besonders beeindruckend sind die beiden Tempel an den Ecken. Das rechteckige Monument beherbergt Mastini II, der sein eigenes Grab gestaltete und sich mit einem Reiterstandbild verewigte.—

Wir waren gegen 10 km unterwegs. Langsam wurden wir müde. Es war bereits 16.00 Uhr als wir uns mit dem Bus wieder zu unseren Wohnmobilen begaben.

Die Bushaltestelle ist 5 Minuten vom Campingplatz entfernt. Die Tickets konnten wir an der Rezeption kaufen. Die Fahrt dauerte rund eine halbe Stunde. Wir stiegen beim Hauptbahnhof aus was zu früh war. Damit wurde der Fussweg etwas länger bis ins Historical Zentrum. Verona zählt mit den einmaligen Sehenswürdigkeiten zu den schönsten Städten Italiens. Mit ihrer strategisch günstigen Lage nur ca. 30 km vom südlichen Ende des Gardasees entfernt, ist die Stadt am Etsch ein vielbesuchter Touristenmagnet. Die Altstadt von Verona mit dem antiken Amphitheater, der Arena, wurde im Jahr 2000 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Dienstag, 5. Mai 2026

Besuch Verona

Heute Morgen fin g es an zu Regnen wie Vorhergesagt. Wir setzten uns trotzdem in Bewegung um weitere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Wir fuhren mit dem Bus zu weit. Nelly hatte recht, dass wir früher aussteigen sollten. So wurde der Fussweg etwas länger. Unser Ziel war der Giardino Giusti ein Renaissancegarten und Refugium der Ruhe. Der Park liegt östlich der Altstadt. Der wunderschön angelegte Garten des Palazzo Giusti ist ein klassischer Renaissancegarten mit eleganter Anordnung der Anlagen er wurde Ende des 15. Jahrhunderts entworfen. Benannt ist er nach dem einstigen italienischen Diplomaten Agostino Giusti, der in Diensten der Medici und der Republik Venedig stand und sich als Förderer des Gartenbaus und der Künste hervortat.

So hat er auch den Giardino Giusti mit Kunstwerken wie Brunnen, Vasen und mythologischen Statuen möbliert und sie perfekt mit der Natur in Einklang gebracht. Dabei zeigt sich der Garten mit zwei Gesichtern. Zum Palazzo Giusti hin dominieren im flacheren Bereich klare symmetrische Formen, die durch Buchsbaumhecken geteilt werden. Durch eine Zypressenallee, die als Flaniermeile den Mittelpunkt des Gartens bildet, ist ein weniger geordneter, wilderer Gartenbereich mit Baumbestand abgegrenzt. Dieser Bereich erstreckt sich terrassenförmig über Felsen, in denen sich fünf Grotten befinden. Von diesem höher gelegenen Teil des Giardino Giusti eröffnet sich ein fantastischer Blick auf Verona.

Nach der Besichtigung spazierten wir zurück zur Altstadt. Es war bereits nach eins. WIr suchten ein Restaurant zum Essen und hatten Glück ein erstklassiges Lokal zu treffen. Natürlich gab es vor dem Essen ein Aperol Spritz. Kalt mit viel Eis, herrlich. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus zurück zu den Wohnmobilen. Es war bereits kurz vor fünf. Morgen geht es weiter.

Mittwoch 6. Mai 2026

Verona - San Felice del Banasco >>>>> 60 km

Nach Verona fuhren wir heute weiter an den Gardasee. Ca 30 km westlich von Verona haben wir noch das Museo Nicolis besucht. Das Museum wurde im Jahr 2000 von Luciano Nicolis gegründet, einem Unternehmer aus Verona. Das Nicolis Museum in Villafarnca di Verona zählt zu den renommiertesten Museen der Welt - ein moderner Ort der Kultur, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Dialog treten. Das Moderne Gebäude hat vier Etagen. Die umfangreiche Sammlung repräsentiert Autos, Motorräder und Fahrräder, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Beförderungsmittel darstellen. Eine Kollektion von Flugzeugen, Fotokameras, Musikinstrumenten, Schreibmaschinen, Motoren und anderen kostbaren Kuriositäten ergänzt die beachtliche Sammlung. 
Die einzigartige Sammlung im Hinblick auf Zahl und Vielfalt der Ausstellungsstücke ist das Ergebnis Nicolis Leidenschaft sowie seiner von Geduld geprägten Arbeit, die gänzlich ausgiebiger Recherche, Suche und Restaurierung gewidmet ist.

Es war bereits nach Mittag als wir das Museum begeistert verliessen. Im Wohnmobil assen wir kurz noch etwas und fuhren dann weiter zu unserem Ziel. Nelly hatte einen schönen Campingplatz ausgesucht, der praktisch am Gardasee liegt. Nach der Installation machte ich mit Tuulia einen Spaziergang dem See entlang. Vor der Rückkehr kehrten wir im Seerestaurant ein für einen Kaffee und ein kleines Gebäck.

Donnerstag 7. Mai 2026

Wanderung

Das Wetter war wieder besser nach gestern wo es zeitweise regnete. Wir machten heute eine grössere Wanderung. Am Ende waren es etwas mehr als 10 km. Der Weg führte zu Beginn dem See entlang. Dann aber ging es bergauf und bergab und oft der Strasse entlang, die aber glücklicherweise wenig befahren war. Unterwegs fanden wir ein schönes Restaurant am See gelegen und mit einer klasse Speisekarte. Ich genoss ein Fisch nach Ansage (je nach Fang))

Wir zogen weiter. Nach längerer Zeit ohne Seesicht trafen wir vor Salo wieder auf den Gardasee. Geschützt in einer schmalen Bucht am südwestlichen Gardasee liegt das elegante, lebendige Städtchen Salò. Hinter der sehr langen, prachtvollen Uferpromenade erstreckt sich die Altstadt mit einer schmalen Fußgängerzone und vielen kleinen Boutiquen bekannter italienischer Designer. In zahlreichen gemütlichen Restaurants werden unter anderem ganz hervorragende Fischspezialitäten serviert. Trotz seiner Reize wird Salò heute nicht vom Tourismus dominiert und hat sich eine sehr authentische Atmosphäre bewahrt. Und so trifft man auch am wunderschönen langen Kiesstrand an der Südseite der Bucht überwiegend auf italienische Familien.

Wir suchten ein Restaurant um auszuruhen. Der lange Weg forderte uns alte Männer bis an die Grenze. Es war Zeit etwas zu Trinken. Gleichzeitig wollten wir mit dem Taxi zurück. Der Weg war zu weit. Der Restaurant Besitzer telefonierte und bestellte eine Limousine. Wir staunten als eine VIP Limousine der Marke Mercedes vor fuhr.

Der Chauffeur erzählte uns in gutem Deutsch seine Geschichte. Das Taxi gehört ihm und er war einige Jahre in Frankfurt beschäftigt. So erfuhren wir viele interessante Geschichten aus seinem Leben. Er führte uns bis vor die Pforte des Campingplatzes.

Freitag, 8. Mai 2026

San Felice del Benaco - Ledro >>>> 70 km

Nach drei schönen Tagen brachen wir die Zelte ab und fuhren zu unserem nächsten Ziel. Es waren nur 70 km wir benötigten aber viel Zeit. In einem Tunnel gab es kurz vor uns einen schweren Unfall. Die Strasse war gesperrt. Wir warteten rund zwei Stunden bis es weiter ging. Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen und ein Hubschrauber waren an der Bergung beteiligt. Der Rest der Strecke war dann kein Problem. Es wurde aber zwei Uhr bis wir Ledro erreichten.

Nach dem der Einchecken und der Installation fanden wir gegenüber des schönen Campingplatzes Azzura ein schönes Restaurant. Über den Schreck genossen wir ein gutes Essen. Rolf und ich probierten uns an der Haxe mit Polenta. Es schmeckte vorzüglich. Ein Gelati als Nachspeise wurde ebenfalls noch bestellt.

Nach dem Essen machte Tuulia und ich noch einen Spaziergang um das Dorf anzuschauen. Das Dorf Pieve di Ledro bietet auch einen unvergesslichen Ausblick auf den Ledrosee: Die Fraktion Mezzolago etwa, auch als “Seeperle” bekannt, befindet sich idyllisch in einer sonnigen und windgeschützten Lage zwischen dem Grün der Wiesen und dem Blau des Sees. Sehenswert ist hier die Kirche zum Hl. Michael (Chiesa di San Michele). Im ganzen Dorf hat es alte Fotographien aufgehängt aus früheren Jahren (1930 - 1985) Es werden alte Bräuche gezeigt, Schulklassen, Arbeiter usw. Es ist sehr interessant anzuhalten und die Bilder genauer anzuschauen. In Pieve di Ledro gibt es auch ein kleines Pharmaziemuseum. Die alte Apotheke Foletto aus dem 19. Jahrhundert war die erste Apotheke des gesamten Tales und zeigt heute Arbeitsgeräte und Maschinen, die im Laufe der Jahre im pharmazeutischen Labor benutzt wurden.

Samstag, 9. Mai 2026

Wanderung um den Ledrosee

Nachdem es gestern Abend strak bewölkt war schien haute Morgen wieder die Sonne vom blauen Himmel. Heute spazierten wir um den ganzen See was 4 Stunden in Anspruch nahm. Der Ledrosee bietet eine einzigartige Kombination aus Natur, Geschichte und Freizeitaktivitäten, darunter Pfahlbauten, Wander- und Radwege, Strände und historische Museen. Bei idealen Wetterbedingungen gingen wir kurz nach 10.00 Uhr los. Der Ledrosee liegt 15 km von Riva del Garda und 60 km von Trient entfernt. Er ist einer der saubersten Seen im Trentino: Sein ruhiges, kühles Wasser ist ideal zum Schwimmen, für eine Kanu- oder Kajakfahrt.

Die Beine wurden langsam Müder und wir hatten gegen Mittag. Wie es so heisst nach 11.00 Uhr ist Aperozeit. Also bestiegen wir eine Terasse eines Restaurants und bestellten ??? Natürlich einen Aperol Spritz. Das Getränk in Italien.

Nach dem Getränk waren wir wieder frischer (dank dem Eis) aber wackliger auf den Beinen. Der Treibstoff reichte aber noch für den letzten Teil des Weges. Müde kamen wir beim Wohnmobil an. Es waren wieder 9 km aber mehrheitlich flach. Es führt ein schöner Weg um den See herum, den man aber mit vielen Bikern teilen muss.

Nun hatten wir Hunger. Rolf schmiss den Grill an und wir durften auch ein paar Zentimeter benutzen. So wurde ein gutes Stück Wagyu Steack gebruzelt. Das schmeckte und die Lebensgeister kamen wieder zurück. Morgen werde ich und Tuulia den Rückweg in Angriff nehmen. Wir bekommen Besuch von Finnland am Mittwoch und es gibt noch einiges vorzubereiten.