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Norwegen

NORWEGEN 2026

Die nächste grosse Reise führt uns nach Norwegen. Nachdem wir drei Jahre hintereinander in Schwedisch Lappland verbracht haben möchten wir einmal Norwegen im Winter erleben. Mit dabei sind wieder meine Freunde aus Südfrankreich. Christine und Christophe freuen sich genau so wie ich auf die Reise. Ich starte aus der Schweiz am 31.1.26. Wir treffen uns in Hirtshals Dänemark wo wir die Fähre nach Kristiansand nehmen werden.

Embrach - Kassel

540 km

Wetter, Bewölkt, Nebel, Schön

Samstag 31.Januar 2026

Nach langem Warten startete ich heute Morgen um 09.30 Uhr in Embrach auf die Norwegen Tour. Es dauerte nicht lange und ich stand schon im Stau. Bereits auf der A81 Singen-Stuttgart sah von Weitem die vielen roten Lichter. Es war aber nicht so schlimm wie es aussah. Als ich zur Stelle kam die Ausschlaggebend für den Stau war waren beide Spuren wieder frei. Die "Gärtner" haben neben der Autobahn Büsche geschnitten und mussten dazu eine Spur sperren. Das Ganze war auch nicht schlimm da ich die rund 3 km mit 30 - 40 km Geschwindigkeit schnell fahren konnte. Der Est ist schnell erzählt. Bei idealen Wetter- und Verkehrsbedingungen konnte ich meistens Tempomat Fahren. Gegen 17.00 Uhr erreichte ich den Stellplatz von Kassel.

Sonntag , 1.Februar 2026

Kassel - Elze >>>> 140 km

Ich habe am Morgen noch das Skirennen geschaut. Am späteren Nachmittag ging es weiter gegen Norden. Ich wollte noch meinen Wohnmobil Händler in Elze nähe Hannover am Montagmorgen sprechen. Desshalb nur die wenigen Kilometer, was mir in den nächsten Tagen noch etwas zu schaffen geben wird. Ich habe noch rund 800 km zu fahren. Das Ziel morgen ist Flensburg. Ich habe am Dienstag den ganzen Tag noch Zeit zu fahren. Das Schiff fährt um 19.15 Uhr ab Hirtshals. Die Fahrt heute ging ohne Autobahn über Land. Das Wetter bewölkt aber trocken. Fast kein Verkehr.

Montag, 2.Februar 2026

Elze - Selmsdorf - Flensburg - Billund >>>>> 592 km

Wetter bewölkt, sonnig - 7°C

Heute Morgen musste ich früh aufstehen, da ich durch den Zwischenstopp wenige Kilometer gestern gefahren bin. Zuerst hatte ich um 08.00 Uhr einen Termin bei meinem Händler. Ich musste noch einige Sachen mit ihm besprechen. Gegen neun Uhr konnte ich dann aber bereits losfahren. Das erste Ziel war Selmsdorf bei Lübeck. Ich hatte von einem Händler zwei Einschübe für die Klappen bestellt. Dabei hat sich herausgestellt dass eine um wenige Zentimeter nicht rein passte. Ich schlug ihm vor dass er mir ein schmäleres schickt und ich beim vorbeifahren ihm das nicht passende Teil zurückbringe. Der Weg führte bei Hamburg vorbei. Die Elbe war zugefroren mit dünnem Eis. Von Selmsdorf aus war Flensburg mein nächstes Ziel.

Das Wetter war sonnig bei -7°C. Es wehte aber ein starker Wind. Ich wurde brutal vom Seitenwind erfasst und hatte alle Mühe mich auf der Strasse zu halten. Ein LKW muss wahrscheinlich auch eine Böe erfasst haben oder der Chauffeur ist ein geschlafen. Jedenfalls fuhr er im 30° Winkel die Böschung runter und steckte dann in der Erde. Ein Gross Aufgebot mit schweren Krahnen war an der Bergung des Gefährtes. Glücklicherweise spielte sich alles auf dem Standstreifen ab so dass es keine Staus gab. In Flensburg parkierte ich CItti Park der auch für Wohnmobile einen Stellplatz hatte. Ich ging kurz bei einem Chinesen Essen. Da es erst vier war entschloss ich mich noch bis Billund zu fahren. So habe ich morgen nur noch 250 km nach Hirtshals. Zur Zeit ist es in Billund wo ich auf dem Parkplatz des Legolandes stehe -8°C durch den starken Wind gefühlt - 16°C.

Dienstag, 3. Februar 2026

Billund - Hirtshals >>>> 230 km

Wetter, starker eisiger Wind -2°C

Heute Morgen nahm ich es mir etwas gemütlicher nach dem gestrigen Marathon. Verkehrstechnisch war es keine Heraus-forderung aber der Wind der gefühlt immer von der Seite kam forderte volle Aufmerksamkeit. Korrekturen waren im Minutentakt gefragt um auf der Strasse zu bleiben. Ich traf die beiden Eschmänner auf einem Parkplatz kurz vor Hirtshals. Mit einem Kaffee und Panettone wurde eifrig das letzte Jahr Revue passieren gelassen. Schnell wurde es Zeit die letzten Kilometer unter die Räder zu nehmen um dass Schiff nicht zu verpassen. Ein kurzer Einkauf wurde vor dem letzten Kilometer auf Dänemark noch getätigt und schon standen wir vor dem Schiff. Nachdem die grossen Brummer verladen waren kamen wir auch noch auf das Schiff. Wir genossen ein perfektes Buffet mit viel Fisch und wenig Wein. Die Zeit verging im Fluge und etwas verspätet, wahrscheinlich wegen des Windes erreichten wir Kristiansand. Schnell waren wir vom Schiff und durch den Zoll. Die rund 7 km zu unserem Übernachtungsplatz ein grosser ruhig gelegener Grossparkplatz war ideal für eine Nacht.

Mittwoch 4. Februar 2026

Kristiansand - Oslo >>>> 320 km

Wetter, Schnee, bedeckt, windig -5°C

Übernachtung: Camping Bogstad Oslo

Am frühen Morgen wurde wir durch laute Geräusche früh geweckt. Trotzdem waren wir als wir die Jalousien hochzogen völlig überrascht. Es schneite und das wahrscheinlich seit den frühen Morgenstunden. Wir machten uns auf schwierige Verhältnisse gefasst. Aber es kam anders als erwartet. Die Autobahn wurde dauernd gepflügt und auch gesalzen. So waren wir beinahe gleichschnell wie ohne Schnee. Unterwegs gegen Mittag machten wir die erste Pause auf einem Rasthof. Wir kochten selbst etwas kleines (Ravioli) und fuhren dann unverzüglich weiter. gegen 15.00 Uhr erreichten wir unser Ziel, die Holmenkollen Schanze hoch über Oslo.

Der Holmenkollen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Mit einem atemberau-benden Blick über Oslo. Das wichtigste ist aber eine der modernsten Skisprungzentren der Welt in dem sich auch das Skimuseum befindet. Dieses feierte im Jahr 2023 sein 100-jähriges Bestehen, und das gesamte Museum wurde neu renoviert. Die Fassade ist von alten Holzskiern inspiriert und wurde von dem bekannten Architekturbüro Snøhetta entworfen. Seit meinem letzten Besuch wurde der Eingangsbereich komplett neu gestaltet. Das Museum ist heute wirklich sehenswert.

Christophe und ich benutzten die Gelegenheit zuoberst auf die Spitze der imposanten Schanze zu fahren. Eine schräg Seilbahn führt in einigen Minuten die Besucher zum obersten Plateau wo die Skispringer warten vor dem Sprung in die Tiefe. Das ist schon Imposant wenn man nach untern fahren sollte. Es war eisig Kalt und es wehte ein starker Wind sodass wir uns nur kurz ober aufhielten. Es wurde Zeit den Ort zu verlassen um den Campingplatz der Nahe am Stadion liegt anzufahren.

Donnerstag, 5.Februar 2026

Oslo - Lillehammer >>>>>195 km

Wetter, wolkig, schön - 13°C

Übernachtung Parplatz unterhalb der Skischanze

Am Morgen war es knackig kalt. Wenigstens war der Wind nicht mehr da. Wir starteten um 09.30 Uhr nach Lillehammer. Gröstenteils fuhren wir die E6. Es ist teilweise eine Autobahn dann auch wieder nur zweispurig. Der Verkehr hielt sich in Grenzen mit Ausnahme noch in der Nähe von Oslo. In der Nähe des Campingplatzes hat die Stad für die Kinder eine Schlittelbahn gemacht inkl. Schneekanone und das mitten in der Stadt. Wir fuhren durch wunderschöne Landschaften mit vielen zugefrorenen Seen. Am frühen Nachmittag erreichten wir Lillehammer wo wir schon von weitem die zwei Schanzen sahen. Genau dorthin wollten wir. Der Parkplatz auf einem Plateau hoch über der Stadt. lag schön mit einer phantastischen Rundsicht. Wir machten Mittagsrast und ich habe zum ersten mal in meinem Leben einen Mikrowellengrill benutzt. Das von der Schweiz mitgebrachte Züri Geschnetzeltes mit Nudeln war in 4 Minuten fertig. Ich war Stolz auf meine Kochkunst.

Nun mussten wir uns beeilen, da wir das norwegische olympische Museum besuchen wollten. Christophe sah das es bereits um 15.00 Uhr schliesst. Das Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer ist eines der größten Museen in Norwegen - und sicherlich das erlebnisreichste! Wir stellten dann fest, das die Dimensionen der Ausstellung einen Tag braucht um alles zu sehen. Neben dem olympischen Teil hat es noch eine grosse Ausstellung über die Geschichte Norwegens sowie ein riesiges Freigelände mit Häusern aus der Umgebung. Wir konnten in der Stunde nur zwei Teile besuchen, die aber extrem interessant waren. Zuerst besuchten wir den olympischen Teil. Dieser zeigt natürlich vornehmlich norwegische Sportler. Interessant waren aber die ganzen Medaillen, Pokale und Fotos.

Nach der Rückkehr ist Christophe und ich noch auf eine kleine Wanderung gegangen. Wir liefen den Berg hinab zu den Olympia Hallen und dem Eishockey Stadium. Leider konnte man nur gerade die Hockeyhalle betreten wo der Nachwuchs trainierte. Wir genossen die wunderschöne Aussicht auf die Umgebung und die Schanzen von untern.

Freitag, 6. Februar 2026

Lillehammer - Rorös >>>> 260 km

Wetter, schön -20°C

Übernachtung Campingplatz Rorös

Ich hatte gestern Abend noch einen Schreckmoment zu bewältigen. Als ich ins Wohnmobil kahm war es nur noch knapp 15°C. Auf dem Display eine Fehlermeldung der Heizung. Ich konnte mich erinnern das es hiess, dass der Dieselstand noch 1/4 voll sein sollte. Auf meiner Anzeige hatte ich genug Diesel im Tank. Es hatte -20°C Aussen. Was nun ? In einer halben Stunde wird die Temperatur im Wohnmobil gegen 0°C gehen. Ich entschloss mich zur Stadt herunter zu fahren und den Tank zu füllen. Es war die Idee. Nach mehreren Startversuchen sprang die Heizung an und es wurde sofort angenehm warm. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Und sie läuft heute noch. Am Morgfen fuhren wir gegen neun Uhr los. Wir wussten da noch nicht was für ein Hammertag es geben würde. Zuerst fuhren wir die E6 Richtung Norden. Wir wechselten dann auf die 27 und 29. Nun wurde es interessant. Wir stiegen nun langsam auf knapp 1000 Meter. Es wurde Winter.

Auf dem höchsten Punkt machten wir einen Photohalt. Wir waren erschlagen von der Schönheit der Landschaft mit den tief verschneiden Bäumen, die uns auf dem Anstieg begleiteten. Der Schnee glitzerte und knisterte vor Kälte. Der stahlblaue Himmel tat das seine dazu. Einfach unbeschreiblich, das muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

Samstag, 7. Februar 2026

Röros - Eide >>>>> 32o km

Wetter, bedeckt,sonnig >>> -25° am Meer + 5°C

Übernachtung: Bauernhof Anders Roynstrand

N62°53`16", E7°24`32"

Es war eine knackige Nacht. Die Temperatur sank auf -25°C. Meine Heizung liess sich nicht beirren und arbeitete die ganze Nacht. Ich hatte wollig warm. Wie immer fuhren wir um 09.00 Uhr los. Der Motorstart war etwas harzig. Nach dem zweiten Versuch dieselte er aber ganz anständig. Wir fuhren nun westlich gegen den Atlantik. Wir mussten einige Kilometer wieder zurückfahren. Begleitet wurden wir von hohen Bergen links und rechts der Strasse. Diese waren schneebedeckt. An den Strassenrändern sah man riesige Eiszapfen.

Je später es wurde desto wärmer wurde die Aussentemperatur. Der Schnee schmolz und die grün-gelben Wiesen kamen zu Vorschein. Wir folgten die grösste Zeit verschiedenen Flüssen, die zugefroren waren aber auch immer wieder offene Stellen hatten. Unterwegs waren Seen glatt gefroren und die Kinder und Erwachsenen freuten sich am Schlittschuh fahren. Wenige Kilometer vor unserem Ziel überquerten wir einen Arm des Bergsjoen Sees. Die Brücke war beeindruckend.

Es wurde immer wärmer und an unserem Übernachtungsplatz war es kurzfristig +5°C. Wir sind bei einem Bauernhof der auf Park4night gelistet ist. Die Besitzer haben Kühe in einem heimeligen Stall und produzieren aus der Milch Käse. Wir stehen hoch über Eide und geniessen die herrliche Aussicht.

Sonntag, 8. Februar 2026

Eide - Trondheim >>>> 260 km

Wetter, schön -5° - + 5°C

Übernachtung: Fernsehturm Trondheim

Wir übernachteten auf einem Bauernhof hoch über Eide. Am Morgen bescherte uns der Sonnenaufgang die schönsten Bilder.

Heute kommt einer der schönsten Strecken der Reise. Wir machten extra einen Umweg um über die Atlantique Strasse zu fahren. Und es hat sich gelohnt. Das Wetter spielte mit es war zwar leicht bewölkt aber immer wieder kam die Sonne hervor. So machten wir uns um 09.00 Uhr auf den Weg. Nach wenigen Kilometern trafen wir auf die 64. Und schon war der erste Halt fällig. Fotos schiessen, Drohne fliegen lassen und alles geniessen. Was uns besonders auffiel, war dass wir beinahe alleine unterwegs waren. ich kann mir vorstellen wie das im Sommer aussieht.

Die Atlantique Strasse ist 8274 Meter lang und wurde 1989 fertiggestellt. Die acht Brücken schlängeln sich zwischen Inseln, Holmen und Schären und sind untereinander durch herausfordernde Straßenabschnitte verbunden, die im Gestein dieser Küstenlandschaft fest verankert sind. Die Altantikstraße gehört zu den Nationalen Touristenstraßen in Norwegen, und die gesamte Strecke zwischen Bud im Westen und Kristiansund im Osten ist ein zusammenhängendes Erlebnis von Küste, Kultur und Geschichte. Im Herbst und Frühjahr können die Stürme das Wasser über die Strassen peitschen. Heute war alles ruhig und wir fuhren zum nächsten Halt. Hier gibt es die Möglichkeit einen Felsen auf schönen metallenen Stegen zu umrunden. Die Fauna und Flora ist einmal.

Die 8 km haben wir in einer Stunde abgefahren. Immer wieder kamen wir nicht zum Staunen heraus und mussten wieder anhalten um die schönen Bilder einzufangen. Ich habe nur eine Auswahl hier im Bericht. Weitere Bilder können nach der Reise von dieser Seite angeschaut werden. Nach der berühmten Strecke fuhren wir weiter gegen Trondheim. Es war stellenweise Frühlingshaft warm. Dann aber plötzlich waren wir wieder im tiefsten Winter mit 30 cm Schnee und sahen Skifahrer. Am heutigen Tag haben wir gegen 50 km Tunnels befahren. Die Strecke war sehr abwechslungsreich und landschaftlich traumhaft. Immer wieder tauchten Fjorde auf die man von weitem schon sah und anschliessend diesen entlang fuhr. Vor Trondheim kam dann die erste Fähre. Wir waren gerade richtig da, denn sie fuhr gerade in den Hafen. Nach wenigen Minuten hatten wir den Fjord überquert und nahmen die restliche Strecke unter die Räder.

Bei der Ankunft in Trondheim suchten wir zuerst einen Platz auf, der im Internet als Wohnmobil Stellplatz beschrieben wird. Dieser war aber geschlossen obwohl auf der Homepage steht 365 Tage im Jahr offen. Also fuhren wir weiter zu einem anderen am Sportplatz der gut wäre. Christophe hat mich zum Abendessen eigeladen, denn er hatte kurz nach mir Geburtstag. Er liess sich etwas besonderes einfallen. Tyholttårnet (deutsch „Der Tyholt-Turm“) ist ein 124 Meter hoher Fernsehturm in Stahlbetonbauweise. Der 1985 errichtete Tyholttårnet besitzt eine Aussichtsplattform, dank derer der Turm die zweitmeistbesuchte Sehenswürdigkeit Trondheims ist. Darüber hinaus befindet sich in einer Höhe von 74 Metern über dem Grund ein für den Publikumsverkehr geöffnetes Drehrestaurant, das das einzige Norwegens ist. Und genau da gingen wir fein Essen. Die Aussicht ist fantastisch. Die Stadt ist von oben riesig ein Lichtermer.

Montag 9. Februar 2026

Trondheim - Frosta >>> 90 km

Wetter, bedeckt 3°C

Überrnachtung: Campingplatz Ora, Sekundaer Fylkesveg 67

Frosta

N63°33´25" E10° 39`13"

Wir haben auf einem Parkplatz beim Funkturm übernachtet. Gegen 09.00 Uhr wurden wir weggewiesen da die Parkplätze für Bauarbeiter reserviert waren. Als erstes vor der Abfahrt von Trondheim besuchten wir noch den Nidarosdom. Es ist die nördlichste mittelalterliche Kathedrale der Welt und die zweitgrößte in Skandinavien. Er wurde ab 1070 erbaut und ist das wichtigste gotische Baudenkmal in Norwegen. Im Mittelalter war er Nordeuropas wichtigstes Pilgerziel. Die ältesten erhaltenen Teile stammen von der Mitte des 12. Jahrhunderts.

Im Innern des Domes kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Das erste was ins Auge sticht ist die Riesengrosse Orgel. Im Dom befinden sich drei Orgeln: Ein weitgehend original erhaltenes Instrument aus dem Jahre 1741 im nördlichen Querschiff, die Hauptorgel aus dem Jahre 1930 im Westteil, und eine Chororgel aus dem Jahre 2015 im Hochchor. Ein weiteres Highlight ist der Altar. Im Inneren der Kirche befinden sich ferner eine Kanzel aus dem Jahr 1890, zwei Taufbecken, eins aus dem Jahr 1728 von Jon Jensen, das zweite aus dem Jahr 1905 von Gustav Vigeland, sowie ein Altarbild.

Nun spazierten wir noch etwas in der Altstadt. Von der alten Brücke aus hat man einen idealen Überblick über die alten bunten Lagerhäuser. Auf beiden Seiten des Flusses Nidelva stehen sie auf Holzpfählen. Früher waren das Speicher der Handelsleute heute werden sie in Wohnungen umgebaut. Wir machten die Runde wieder zurück zu den Wohnmobilen. Christophe war wie immer für ein Spässchen zu haben.

Nach der Rückkehr zum Wohnmobil wurde Raclette gekocht. Aber wie macht man das ohne Ofen ?? Ich habe ihn zu Hause vergessen. Der Käse ist aber mit gekommen. Christine hat immer eine Lösung. Sie machte die Kartoffeln ich lieferte den Käse, den Weisswein und den Ofen. Ja ihr hört recht. Sie hat die Kartoffeln bereits gestern gekocht. Heute geschält und verschnitten. Dann alles in einen Topf und Käse darüber. Mit viel Fingerspitzengefühl und dem Mikrowellengrill kam alles gut. Danke Christine das du mich aus der Patsche geholfen hast.

Mit vollem Bauch ging es weiter zu unserem Übernachtungsplatz. Bevor wir die Stadt hinter uns liessen ging Christine und ich Einkaufen. In der Zwischenzeit suchte Christophe unsere nächste Bleibe. Der Platzwart begüsste uns als einzige Gäste in Deutsch. Es ist ein schönes ebenes Gelände mit 30 Plätzen und liegt direkt am Meer.

Dienstag 10. Februar 2026

Frosta - Namsos >>>> 76 km

Wetter, Schnee dann Sonne - 2°C

Übernachtung: Hafenparkplatz Namsos

Unsere erste Handlung am Morgen waren Entsorgen und Versorgen. Bevor wir damit fertig waren begann es zu schneien. Die Fahrt war aber kein Problem. Die E6 wurde trotz nur 1 mm Schnee dauern gepflügt. Gegen Mittag wollten wir an einem Ausweichplatz halten um das Mittagessen einzunehmen. Wir hatten noch nicht parkiert, aber Christophe sass schon fest. Es ging nur leicht aufwärts aber mit dem Vorderradantrieb drehte er durch. Mit Hilfe einer Anfahrhilfe schaffte er es dann doch noch. In der Zwischenzeit hatte es aufgehört zu Schneien und ein strahlend blauer Himmel kam zum Vorschein.

Am Stadtrand von Namsos besuchten wir noch ein Sagbruksmuseum in Spillum. Es ist ein Museum und auch eine Produktionsstätte. Gemäss Park4night soll es offen sein. War es aber nicht. Eine Frau machte aber mit uns eine Besichtigung. Es war sehr interessant weil es ein altes Unternehmen ist wo schon verschiedene Genrationen gearbeitet haben. Die Maschinen sind alle mit Transmission angetrieben und nicht mehr im Betrieb. Andere Maschinen sind trotz dem hohen Alter noch im Einsatz. Wir konnten viele Informationen bekommen von einer kompetenten Person, die von vergangenen Zeiten erzählte. Für die Nacht konnten wir am Hafen inkl. Strom stehen und das kostenlos. Die Norwegische App kann man nicht verwenden, da nur mit einem norwegischen Konto funktioniert. Danke der Stadt Namsos.

Mittwoch, 11. Februar 2026

Namsos - Kleiva >>> 120 km

Übernachtung: Campingplatz Kleiva

N64°51`28" O11°06`02

Am Morgen ging die Sonne bei blauem Himmel gegen 08.30 Uhr auf. Wie bereits gesagt trafen wir uns bei der ersten Fähre von Lund nach Hofles wieder. Knapp 30 Minuten dauerte die Überfahrt. Der Weg dorthin wieder ein Traum

Bei einem Halt auf dem Parkplatz des Lebensmittelgeschäftes verpflegten wir uns. Wir benutzten die Gelegenheit einzukaufen.

Donnerstag 12. Februar 2026

Kleiva - Abelvaer >>>> 50 km

Wetter, schön - 3 °C / mit Wind - 16°C

Übernachtung: Hafen von Abelvaer

Der Wind geht seit gestern unaufhörlich und kühlt damit die Luft auf tiefe Minusgrade. Wir waren auf dem Campingplatz von Kleiva. Er ist offen aber man sollte mit QR Code auf der Homepage bezahlen. Das gleiche Prozedere wie eine Nacht zuvor. Das geht aber für Mittel-europäer nicht. Man braucht ein Bankkonto einer Skandinavischen Bank. Also nicht für uns. So mussten wir ohne Bezahlen weiter ziehen. Der Platz ist komplett vereist. Man kann fast nicht stehen. So kam es wie es kommen musste. Wir brauchten einige Zeit um dort wegzukommen zumal es an einer Stelle noch leicht aufwärts ging. ich hatte keine Mühe mit dem Hinterradantrieb. Christophe brauchte alle Künste um auf der komplett Vereisten Fahrbahn auf der Strasse zu bleiben. Bei mehrmaligem Versuch schaffte er es mit niederer Reifenumdrehung in Gang zu kommen. Nun konnten wir starten. Das Ziel war Rorös. Wir waren eine Stunde zu früh dort. Das Museum öffnete erst um 11.00 Uhr

Das Küstenmuseum Norveg liegt in Vikna und ist in zwei Lokalitäten aufgeteilt - in Rørvik findet man das Küsten-Kultursentrum Norveg und das Handelshaus Berggården, mit Bootshaus und Anlegehäusern. Es liegt direkt beim Hafen am Meer. Es ist das Zentrum für Aquakultur und die Geschichte der Meeresfrüchte und die moderne Lachszucht. Gleichzeitig zeigt sie auch die Geschichte der Bewohner von der Steinzeit bis ins Offshore Zeitalter. Es sind eindrückliche Bilder wie die Fischer früher lebten und arbeiteten. Nach dem Besuch gingen wir in der Stadt Fisch Essen. Um ein Uhr hatten wir eine Verabredung mit einer Dame, die uns das Handelshaus Bergärden nahe am Küstenmuseum gelegen, erklärte. Es stammt aus der Zeit 1870 samt Krämerladen. Auf zwei Etagen wird das Leben und die Berufe der damaligen Bewohner gezeigt. Es sind viele Gegenstände die zusammengesammelt wurden und als Zeitdokument dienen. Die Erklärungen waren hoch interessant und zeigten wie sich die Bewohner versorgten. In einem Raum waren alle Geschäfte die man heute in einem Supermarkt findet in einem einzigen Raum.

Die Führung dauerte eineinhalb Stunden. Nun wollten wir noch den Pittoresken Hafen von Abelvaer besuchen der rund 25 km auf unserem weiteren Weg lag. Leider fanden wir nicht vor was wir suchten. Von schönen Häusern keine Spur. Wir übernachteten in Adelvaer am Hafen wo ein Stellplatz mit Strom vorhanden. ist.

Freitag 13. Februar 2026

Abelvaer - Bronnoysund >>>> 150 km

Wetter, schön wolkenlos - 5 - -15°C

Übernachtung: Stellplatz in der Stadt

Ein weiterer schöner Tag erwartete uns. Gestern und in der Nacht windete es stark. Die gefühlte Temperatur war unter - 15°C. Im warmen kuscheligen Wohnmobil merkte man nichts davon. Wir fuhren wie üblich kurz nach 09.00 Uhr los. Unserer erstes Ziel ist eine spezielle Käserei. Eine Holländerin macht dort aus 500 Litern Milch Gouda Käse in allen Variationen. Die Milch wird von den Bauern in der Umgebung angeliefert. Wir durften den "Betrieb" ein kleiner Raum besichtigen und erfuhren viel über die Herstellung des Käses. Sie macht verschiedene Sorten Gouda. Mit farblicher Kennzeichnung kann sie die Qualitäten auseinander halten.

Wir kauften natürlich vom Käse und anderen kleinen Zutaten wie Konfitüre, Schlüsselanhänger und Saft. Nun kam die Herausforderung für Christophe. Der Laden lag etwas unterhalb der Strasse. Um wieder auf die Hauptstrasse zu gelangen musste man den Weg zurück fahren was nur mit Hilfe von Sand das die Holländerin auf die Strasse streute. Beim x-ten mal Anlauf klappte es dann doch noch. Ich hatte auch ohne Sand keine Mühe. Differntialsperre rein und es ging wie Butter. Wir zogen weiter gegen Norden. Unterwegs an einem schönen Ort direkt am Meer hielten wir. Christine lud mich ein zum Essen. Wunderbar ich hatte frei. Ich hatte mit der Drohne einige Aufnahmen gemacht.

Gegen 14.00 Uhr nahmen wir die restlichen Kilometer unter die Räder. Unser Ziel heute war Bronnoysund. Wir hatten nun noch eine Fähre vor uns. Die Fähre-Fahrt zwischen Lund ferjekai und Hofles ferjekai dauert 25 Min.. Die Fähre-Linie fährt mehrmals täglich von Lund ferjekai nach Hofles ferjekai. Wir hatten das Glück dass sie gerade ankam. So konnten wir schnell auffahren und schon ging es los. In Halsnes angekommen waren wir innert Minuten schon wieder unterwegs nach Bronnoysund. Wir fuhren zuerst den mir bekannten Stellplatz am Hafen an. Dieser existierte nicht mehr. Wir nutzen die nahe Parkmöglichkeit für einen Kaffee mit Kuchen ohne Tuulia. Es gibt etwas weiter nördlich einen neuen Stellplatz mit kompletter Infrastruktur. Nur wurden leider nur wenige Parkbuchten geräumt. Wir hatten Glück und haben die beiden letzten Plätze bekommen. Das ganze Umfeld ist wie schon seit Tagen völlig vereist man kann kaum gehen. Zufall wenn mal gestreut wird. So auch die Hauptstrassen sind weder gesalzen noch gestreut. Es ist immer absolute Vorsicht geboten. Ich bin sicher schon vier mal am Boden gelegen. Ohne Schaden zu nehmen.

Samstag, 14. Februar 2026

Bronnoysund - Sandnessjoen >>>> 100 km

Wetter, Schneefall - 3°C

Übernachtung: Marina Sandnessjoen

Gestern Abend haben wir auf das Nordlicht gewartet. Gemäss Borealis App war die Wahrscheinlichkeit gross zu sehen. Als dann das Bild ideal war um nach draussen zu sehen fing es an zu Schneien. Vorbei mit Nordlicht. Am Morgen hatte es dann ca. 10 cm neuen Pulverschnee. Wir wollten heute eigentlich eine Wanderung machen, diese viel dann aber in den Schnee. So zogen wir nach einem Einkauf im Supermarkt weiter. Nach wenigen Kilometern kam die erste Fähre. Holm-Venesund. Diese dauerte 20 Minuten. Bei der Fahrt wechselte das Wetter dauernd. EInmal schneite es dann kam wieder etwas Sonne. Eine weitere Fähre für die Überquerung der Fjorde war Horn - Andalsvegen. Dann wieder eine Strecke auf der Strasse bis bereits wieder eine Fähre genommen werden musste. Die Strasse endete am Wasser. In 20 Minuten ist man mit der Fähre aber in Andalsvegen. Wenige Kilometer später eine lange Fähre. Diese steuert zwei weitere Inseln an bevor sie schlussendlich. Ausgangspunkt ist Forvik. Diese Reise dauert 45 min. Nun wollten wir noch eine weitere Fähre nehmen nach Haroy. Christophe entschied sich dann dagegen. Erstens mussten wir 2 Stunden warten. Der zweite Grund waren die Öffnungszeiten des Blumenladens Morgen erst um 11.00 Uhr. Der Blumenladen ist etwas spezielles. Haroy Blomster Marit Grethe Johannessen die Besitzerin liefert Blumen, Pflanzen, Geschenkkörbe, Parfums, Pralinen und Kuchen. Das wird in allen Städten von Heroy geliefert. Jedenfalls wir drehten an der Schiffsstation um und fuhren zu unserem Übernachtungsplatz an der Marina von Sandnessjoen.

Sonntag, 15. Februar 2026

Sandnessjoen - Oresvik - 135 km

Wetter, schön -3°C

Übernachtung: Polarcamp, Steinslandsveien, Orsvik

Was für ein Tag heute. Beim Aufwachen und anschliessender Wetterbeobachtung sind noch einige Restwolken am Himmel. Es hatte rund 10 cm geschneit in der Nacht. Wir sind auf der FV17 weiter gefahren. Die Schneepflüge waren spät unterwegs. Überall wurde Schnee geschippt. Unterwegs haben wir zum ersten mal zwei Elche am Strassenrand gesehen.

Die Fahrt fand hauptsächlich auf verschneitem Pulverschnee statt. Im Gegensatz zu den letzten Tagen wo wir meistens Eis und Eisschollen unter den Rädern hatten. (meist holprig). Die Landschaft traumhaft in Weiss gekleidet. Mit der Sonne sah es aus wie ein Sahnehäubchen. Es war eine Augenweide durch diese Gegend zu fahren. Die Fahrt wurde von uns hineingezogen und genossen. Das erste Highlight war die Helgelandbrücke. Helgeland ist der südlichste Teil der Provinz Nordland und war einst heiliges Land der Wikinger. Heute führt die Straße RV 17 als eine der schönsten Landschaftsrouten durch das Helgeland. Kurz hinter Sandnessjøen führt eine der größten Schrägstrebenbrücken der Welt über den Leirfjord, die Helgelandbrücke. Die längste Spannweite der Helgelandbrücke beträgt 425 Meter, die Gesamtlänge der Brücke 1065 Meter bei einer Breite von 12 Meter. Die maximale Durchfahrtshöhe der Schiffe unter der Helgelandbrücke ist mit 45 Metern berücksichtigt. Um die Schwingungen der Helgelandbrücke aufnehmen zu können und eine hohe Windstabilität zu gewährleisten, haben die großen Fundamente eine Tiefe bis zu 31 Meter. Denn Helgeland ist für seine Sturmsaison berüchtigt. Entsprechend muss sie Sturmböen mit einer Geschwindigkeit bis zu 250 km/h aushalten.

Die Strasse schlängelte sich den Fjorden entlang einmal am Ufer dann wieder in luftiger Höhe. In Levang kam dann die nächste Fähre. Levang - Nesna rund 20 Minuten. Wir kamen gerade rechtzeitig. Sie legte am Quai an und entlud die Autos. Dann einfahren und wenige Minuten später waren wir unterwegs.

Die letzte Fähre Levang - Nesna verpassten wir beinahe. Wir kamen von erhöhter Lage langsam an der Fjord wo die Fähre ablegt. Als wir wenige Meter davon entfernt waren sahen wir wie sie abgelegt hat. Zu unserem erstaunen entschloss sich der Kapitän uns mitzunehmen. Er steuerte nochmals den Quai an und wir konnten noch mitfahren. Das hat uns 3 Stunden Wartezeit erspart. Wir haben uns bei ihm bedankt. Nun haben wir einen Wohnmobilplatz in der Nähe unserer nächsten Fähre bezogen. Wir sind direkt oberhalb eines Fjordes. Leider spielt das Wetter nicht mehr mit. Es windet stark und ist stark bewölkt. Wir rechnen mit der nächsten Ladung Schnee.

Montag, 16. Februar 2026

Oresvik - Korsnes >>>> 85 km

Wetter, schön dann bewölkt -2°C

Übernachtung: Stellplatz Korsnes

In der Nacht hat es weiter stark gewindet. Es waren richtige Windböen. Im Laufe des Morgens kamen nur noch vereinzelte Windstösse. Es war nicht kalt - 2°C gefühlt aber - 8°C. Die Sonne ging hinter dem Berg auf. Unser Übernachtungsplatz lag rund 50 m über dem Meer. Wir hatten eine grandiose Aussicht vom Womo Fenster.

Um 10.00 Uhr fuhr unsere Fähre. Dier Ablagestellte war nur 4 km vom Übernachtungsplatz entfernt. Das grosse Schiff war mit 2 LKW, 4 Privatfahrzeugen und zwei Wohnmobilen beladen. Die Fahrt zwischen Kilboghamn und Jektvik dauerte 250 min. Die Aussicht mit den schneebedeckten runden Felsen waren atemberaubend.

Nach der Schifffahrt schlängelte sich die strecke mal einem Fjord entlang stieg dann wieder einige hundert Meter über den Fjord, sodass laufend die Aussicht sich änderte. Nicht vergessen die Kilometerlangen Tunnels. Davon haben wir mehrer befahren. Der längste war 7.8 km lang und führte schnurgerade durch einen Berg. Am späteren Nachmittag kamen vermehrt Wolken auf, sodass die Farben nicht mehr so leuchteten wie am Morgen. Unterwegs war rechter Hand der Svartisen Gletscher zu sehen. Er hat eine 200 Meter dicke Eisschicht und ist der zweitgrößte Gletscher Norwegens,  seine Ausdehnung ist 370 Quadratkilometer.

Am Schluss wartete eine weitere Fähre auf uns. Askardet -Foroy. Damit haben wir den Polarkreis überschritten. Wir kamen schlussendlich um 16.00 Uhr in Ornes an. Wir übernachten mitten in der Ortschaft. Leider haben wir die gute Aussicht auf das Meer nicht. Ein riesiger Schneehaufen versperrt die Aussicht. Egal wir haben heute soviel Eindrücke bekommen das soll reichen.

Dienstag, 17. Februar 2026

Ornes - Bodö - Moskenes >>> 120 km

Wetter, bewölkt 0°C

Übernachtung A i Lofoten

Trotzdem unser Übernachtungsplatz mitten in der Stadt lag war es ruhig. Nach dem Frühstück war Aufbruch. Die letzten Kilometer vor der Fähre auf die Lofoten stand vor uns. Am Bild von gestern änderte sich nicht viel. Wir fuhren meistens den Fjorden entlang einmal aufwärts dann wieder abwärts. Vor der Fähre haben wir noch den Saltstraumen besucht. Zur Zeit war Flut. Viermal am Tag bahnt sich die riesige Wassermenge ihren Weg durch die 150 Meter schmale Meerenge im Saltstraumen. Daraus entstehen riesige Strudel, die zwischen den Fjorden tanzen. Wir sprechen hier von 400 Millionen Kubikmetern Meerwasser, die sich im Durchschnitt mit 13 Kilometern pro Stunde bewegen – wenn die Strömung am stärksten ist, wird es wesentlich noch schneller!.

Wir mussten 2 Stunden vor Abfahrt im Hafen sein. Der Andrang hielt sich noch in Grenzen. Pünktlich konnten wir auf die Fähre. Die Überfahrt war recht heftig. Es schaukelte stark und es wurden Kotztüten verteilt. Christine und ich haben uns gemütlich unterhalten, während Christophe sichtlich unwohl war. Wir haben ihn erst wieder kurz vor der Ankunft gesehen. Wir waren schnell vom Schiff hatten aber Mühe einen Platz zu finden. Wir stehen im Moment auf einem Parklatz eines Museums in A.

Mittwoch, 18. Februar 2026

A i Lofoten - Reineholmen 70 km

Wetter, Schneefall, Wolken Sonne

Übernachten: Marina Reineholmen Ballstad

Wir hatten nach der anstrengenden Seefahrt einen ruhigen Platz gesucht und in A gefunden. Wir standen auf dem Parkplatz des Fischer Museums. Eine nette junge Dame bat uns am Morgen den Platz zu verlassen. Sie gab uns den Tipp auf den grossen Parkplatz unweit unseres Schlafplatzes zu fahren. Also wurde das Frühstück in aller Ruhe genossen.

Der Tag begann so wie er endete es schneite bei rund 3 °C. Der starke Wind verhinderte dass es regnete. spazierten zuerst an die Spitze des Ortes. Man hat einen schönen Ausblick auf die Berge und das Meer.

Nun wollten wir das Fischerei Museum besuchen, das um 11.00 Uhr öffnete. Es sind diverse Gebäude die man mit einem Ticket besuchen kann. Zur 150 jährigen Geschichte zählen diverse Themen u.a. Fischfang auf den Lofoten, Leben in der Fischerhütte, Trankocherei (Verkauf von Lebertran). Stockfisch und Klippfisch (geteilter, gesalzener Fisch und Stockfisch). Ein weiteres Gebäude das nicht zum Museum gehört ist die Bäckerei. Leider war sie geschlossen. Wir haben uns das letzte mal mit Süssigkeiten eingedeckt die hervorragend schmeckten.

Å i Lofoten oder kurz Å ist ein Ort mit rund 100 Einwohnern in der Region Lofoten in Norwegen, an der Ostseite der Insel Moskenesoy. Erreichbar ist Å über das Meer mit einer Fähre von Bodö nach Moskenes und über den Landweg über den im Jahre 1992 eröffneten Olavs veg über Sorvegen .Der größte Teil des Ortes und auch der Die Stadt lebt heute hauptsächlich vom Tourismus in den Sommermonaten. Die zwei dort ansässigen Museen stellen einen wichtigen Beitrag zur Darstellung der Kultur in Lofoten dar. Å ist vorwiegend ein Fischerdorfmuseum und besteht aus 23 Gebäuden, die 150 Jahre alt sind und sich noch an ihrem alten Platz befinden. Dazu gehören einige Rorbuer, Bootshäuser, eine Schmiede und eine Bäckerei sowie eine Trankocherei.

In einem schönen Fischrestaurant genossen wir diverse Fischspeisen. Jeder bestellte etwas anderes. Alles sah gut aus und schmeckte auch vorzüglich. Nach dem Essen ging es zurück zu den Wohnmobilen. Wir fuhren weiter und haben noch ein weiters Fischerdorf besucht. Reine ebenfalls Weltberühmt. Es ist ein authentisches lebendiges Fischerdorf. Es ist für seine malerische Lage am Nordpolarmeer und den majestätischen Gipfeln der Lofoten bekannt. Reine ist das administrative Zentrum der Gemeinde Moskenes auf der Insel Moskenesoy in Lofoten in Norwegen. Das Dorf hat 296 Einwohner.

Nun ging es weiter zu unserem Übernachtungsplatz in Ballstad. Unterwegs sah Christophe Fischköpfe auf den Holzgestellen. Schnell stoppen und einen kurzen Fotohalt zum Fotografieren machen. Christophe holte sich Informationen was sie da machen. Wir wurden informiert, dass es für den Stockfisch noch zu früh ist in der Freie zum Trocknen aufzuhängen. Aber für Fischköpfe ideal. Das sah etwas surrealistisch aus. Für was die Köpfe verwendet werden können habe ich nicht herausgefunden. Aber es wird alles vom Fisch verwendet.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Reineholmen - Vikten - Henningsvaer >>>>> 100 km

Wir sind gestern eigentlich etwas zu weit gefahren um zu Übernachten. Wir haben uns aber entschlossen unser Ziel Vikten zu besuchen. In dem kleinen Ort gibt es eine Glashütte. Als wir dort ankamen war er Laden geschlossen. Ein Telefonat ergab, dass er gegen 11.00 Uhr kommt. So ist es in Norwegen. Wir erleben immer wieder das Museen und andere Sehenswürdigkeiten spät öffnen. Die Lage der Hütte ist wunderbar. Eingebettet am Rande der bezaubernden Insel Flakstadøya, inmitten der felsigen Majestät und der weiten Weite des offenen Meeres, spiegelt dieser Zufluchtsort den Geist von Viktens zerklüftetem Gelände wider. Die Geschichte kann unter dem folgendem Link verfolgt werden: https://visitlofoten.com/en/story/story-of-glasshytta-in-vikten/

Wir schauten die verschiedenen Vase, Schüsseln und viele andere Gegenstände an und kauften einige Kleinigkeiten. Da wir spät dran waren nutzen wir die Gelegenheit um Mittag zu Essen. Ich lieferte die Rösti und Christine Wild, das sie von Zu Hause mitgebracht hatte. Dazu ein Gläschen Wein. Das schmeckte in der einmaligen Umgebung.

Unser Ziel heute war Henningsvaer. Die kleine Stadt hat 517 Einwohner im Laufe des Jahres aber hunderttausende Touristen. Henningsvær ist inzwischen ein beliebtes Reiseziel und wird im Sommer manchmal Opfer des eigenen Erfolgs. In den letzten Jahren wurden leerstehende Häuser und ehemalige Industriegebäude in außergewöhnliche Kunst-Locations, Hotels, Galerien und Restaurants umfunktioniert.

Freitag, 20.Februar 2026

Henningsvaer - Stockmarknes >>> 60 km

Wetter, schön - 3°C

Übernachtung: LoVe Camping Stockmarknes

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Stellplatz mitten im Dorf zeigte sich das Wetter wieder von derb besten Seite. Die Strassen sind gut befahrbar obwohl recht eisig. Das musste Christophe mit seinem Vorderrad Antrieb ein weiteres mal erfahren. Vor dem Lichtsignal einer Brücke von da aus es recht stark aufwärts ging blieb er hangen. Ich habe ihm mit dem Funk von der anderen Seite aus die Brücke freigehalten, dass er mit Anlauf nochmal probieren konnte. So musste er halt bei rot darüber. Ich hatte alles im Griff. Wenige Kilometer später nochmals. Wir mussten auf die Hauptstrasse einspuren. Auch hier ging es recht stark aufwärts und war unter dem Schnee eisig. Wir machten ein kleines Verkehrschaos da ein Bus rein wollte einige andere raus. Mit Ruhe wurde auch diese Situation gemeistert.

Die Fahrt wieder ein Hammer, Die Berge waren frisch verschneit und leuchteten im Gegensatz zu dem blauen Himmel. Man konnte sich kaum satt sehen. Wir hatten als nächstes die Fähre Fiskebol - Melbu vor uns. Besser gesagt wir sahen nur noch das Heck des abfahrenden Schiffes. Das hiess eine Stunde und zwanzig Minuten warten. Im Wohnmobil bei eisigem Wind kein Problem. Die Fahrt anschliessend entschädigte für die Warterei. Eine traumhafte Kulisse eröffnete sich uns. Zum geniessen. 20 Minuten und der Spuck war vorbei. Der Rest bis Stockmarknes war nur noch 15 km. Wir parkierten vor dem Hurtigmuseum.

Im modernen Gebäude im Inneren ist ein Schiff in Originalgrösse. Es handelt sich um die MS Finnmarken aus dem Jahr 1956. Wir wollten zuerst Mittagessen. Im Schiff ist ein Restaurant original wie früher. Leider waren gerade eine Gruppe Inder im Restaurant am Essen. Wir wurden um eine Stunde Wartezeit gebeten. Wir benutzten die Zeit das Schiff zu besuchen. Das Hurtigrutemuseet, ist ein modernes Museum, das ganz der Postschiffroute entlang der norwegischen Küste gewidmet ist. Die denkmalgeschützte und gut erhaltene MS Finnmarken beherbergt Utensilien, Archive, Fotografien und Ausstellungen, die die Geschichten der vielen Menschen aufzeichnen, durch die die Postschiffe von Hurtigruten zu den Ikonen wurden, die sie heute sind. Als Schiff 1993 in den Ruhestand geschickt wurde sah ein alter Kapitän das Potenzial das Schiff der Nachwelt zu erhalten. Er verbrachte die nächsten Monate vor allem damit, sich mit verschiedensten Leuten auseinanderzusetzen, um zu erreichen, dass MS Finnmarken dem Museum gespendet würde. 1994 war es dann soweit.

Nach dem Besuch haben wir im Speisesaal gut gegessen. Wir bestaunten die schönen feinen Holzarbeiten von 1956. Nun suchten wir unseren Übernachtungsplatz gleich nach der Brücke auf. Es gibt eine klare Nacht mit tiefen Temperaturen. Diese können uns aber nichts anhaben. Christophe hat um 23 Uhr die schönsten Nordlichter gesehen. Hier einige Bespiele.

Samstag, 21. Februar 2026

Stockmarkes - Alsvag >>>> 110 km

Wetter, wolkig, sonnig - 3°C

Übernachtung: Sjohuscamping Toftenes

N68°52´17" E15°17´23"

Bevor wir uns auf den Weg machten hielten wir an einem Supermarkt an um noch einzukaufen. Dann ging es los weiter nach norden. Unser Ziel war Sto ganz am Ende einer Insel. Es gab wieder eine schöne Fahrt mit immer neuen Sujet für die Kamera. Wir fuhren bis ans Ende der Strasse wo es einen grossen Parkplatz gibt. Es ist auch ein Stellplatz im Sommer mit einem guten Restaurant. Jetzt ist natürlich alles geschlossen. Die Aussicht war grandios.

Wir haben die nähere Umgebung erkundet was durch den recht hohen Schnee mühsam war. Auf dem Berg gegenüber gibt es eine Radarstation der NATO. Wir haben Mittaggegessen im Wohnmobil und sind nachher noch etwas spazieren gegangen. Ich kannte den Ort schon. Vor vielen Jahren war ich im Sommer einmal hier. Wir trafen einen Jäger der eine Falle in den Steinen kontrollierte und prompt einen Nerz drin fand. Die Fallen sind so konzipiert dass kein anderes Tier durch die kleine Öffnung hinein kann. Drinnen hat es einen stark gespannten Bolzen, der das Tier am Kopf trifft und somit sofort tot ist .American Mink (Neovison vison) sind in Norwegen nicht heimisch, haben sich aber seit den 1920er Jahren durch Pelzfarmen im ganzen Land ausgebreitet. Als invasive Raubtiere jagen sie Fische, Vögel und Kleinsäuger. Aufgrund ökologischer Schäden ist die Pelztierhaltung in Norwegen verboten. 

Nun fuhren wir einen grossen Teil des Weges wieder zurück bevor wir links nach Toftenes abbogen. Als wir am Campingplatz ankamen wurden wir freundlich begrüsst. Der Platzwart war mit einem Quad am Pflügen. In der schönen Gaststätte trafen wir uns zum Vier Uhr Tee (Kaffee) und Apfelkuchen mit Vanilleeis.

Sonntag, 22. Februar 2026

Alsvag - Tjeldsund >>>> 170 km

Wetter, bewölkt, schön - 8°C

Übernachtung: Campingplatz Tjelsund

In der Nacht wehte ein starker Wind und hie und da gab es eine Graupelschauer. Der Morgen war bedeckt als wir starteten. Alles war wie gezuckert Schneeweiss ragten die Bergspitzen aus den Fjorden. Die Fahrt war wieder eine Augenweide. Wir hatten ca 40 km bis zur Fähre die uns in 25 Minuten ans andere Ufer brachte. Zuvor mussten wir aber im Gegensatz zur Fähre vor einigen Tagen 1 Stunde warten. Wir sahen nur noch das Heck als wir am Landungssteg ankamen.

Unser Ziel sollte Harstad sein. . Möchte man die lebendige Geschichte in einzigartiger Umgebung erleben, so kann man das auf der malerischen Halbinsel Trondenes, Die Reise führt durch 1000 Jahre nordnorwegische Geschichte. Hier kann man die beiden Innenausstellungen und den authentischen mittelalterlichen Innenhof erkunden, Die Dauerausstellung erstreckt sich über zwei Etagen und führt e von der Steinzeit über die Wikingerzeit und das Mittelalter bis hin zur Nachkriegszeit.

Nach dem Museumsbesuch wollten wir in der Stadt resp. am Hafen auf einem Stellplatz übernachten. Leider waren die Plätze nicht geräumt sodass wir uns für einen anderen Platz 60 km auf unseren Weg entlang entschieden haben. Wir sind nun an einem Fjord und geniessen den Abend mit Nordlichtern.

Zum Nachtessen wurde ich eingeladen von Christine. Sie bekochte uns Fleisch Reis und asiatischem Gemüse. Da wir so gut gegessen hatten nahm ich noch die Johannisbeeren aus dem Tiefkühler und das Vanilleeis und wir genossen den Dessert. Danke Christine. Nun warten wir noch aus bessere Nordlicht Bilder. Mal schauen was noch geboten wird. Und es kam noch besser. Die Bilder kamen und gingen. Immer wieder andere Formationen. Grandios und das gegen 22.00 Uhr.

Montag, 23. Februar 2026

Tjelsund - Bardu >>>> 116 km

Wetter, wolkenlos, blauer Himmel - 3 - -14°C

Übernachtung: Camping Solbakken

Es war ein knackiger Morgen. - 10°C. Die Strasse war meistens schneebedeckt. Rund um uns herum traumhaft verschneite Berge und immer wieder gefrorene oder blauleuchtende Fjorde. Es ging bergauf und dann wieder bergab. Die Landschaften wechselten sich von Kurve zu Kurve oder von Tunnel zu Tunnel.

Gegen 13.00 Uhr erreichten wir den Campingplatz der in einem Tal liegt, rundherum hohe Berge. Wir mussten noch etwas den Hang hinauffahren und sie da ein kleines Plateau, da liegt der Campingplatz. Es lag viel Schnee und wir fanden keinen gepflügten Platz. Kein Problem der Platzwart begrüsste uns und holte gleich seinen Traktor um uns einen schönen Platz frei zu fräsen.

PS: Die Videos können beschleunigt werden wenn man auf den rechten Pfeil drückt und die Geschwindigkeit wählt.

Es folgt noch die Fahrt von heute. Man muss nicht das ganze Video in Echtzeit anschauen. Man kann das Video bis 2 x schneller laufen lassen indem man ganz rechts den Doppelpfeil drückt und dann die entsprechende Geschwindigkeit einstellt. Viel Spass

Es war ein kalter Abend. Wolkenloser Himmel und - 14°C. Ideale Bedingungen für Nordlichter. Ich lauerte desshalb auf Anzeichen von grüner Färbung. Und um 21 Uhr war es soweit. Zuerst zögerlich dann nach einer halben Stunde in der ganzen Pracht auf den ganzem Himmel verteilt. Es war ein Schauspiel wie ich es noch nie gesehen habe. Nach einer halben Stunde war es vorbei.

Dienstag, 24. Februar 2026

Bardu - Tronsö >>>> 180 km

Wetter, bewölkt - 13°C

Übernachtung: Campingplatz Tromsö

Nach dem überwältigendem Abend Spektakel haben wir gut geschlafen. Nun haben wir endlich gesehen wie grandios Nordlichter sein können. Am Morgen sind wir rund 6 km zurückgefahren und haben den Polar Park in Bardu besucht. Es ist eine grosse Anlagen an einem Hang gelegen. Er hat grosse Gehege darin sind Wölfe die wir nicht gesehen aber gehört haben. Im weiteren Braunbären (Schlafen), Luchse haben wir gesehen, Polarfüchse, Elche und Rentiere. Es hat viel Schnee sodass die Ausbeute mager war. Am freundlichsten waren Bison die als Fotoobjekt herhalten mussten.

Wir sind noch eine Stunde weitergefahren und haben unterwegs noch in einem thayländischen Restaurant Mittag gegessen. Die restlichen 140 km vergingen wie im Flug weil die Landschaft immer wieder wechselte. Nach dem wir uns auf dem Campingplatz installiert hatten sind wir im Restaurant noch Kaffee trinken gewesen.

Mittwoch, 25. Februar 2026

keine Fahrt, Besuch Tromsö, Ausflug Rentierfarm und Trollmuseum

Wetter, bedeckt, schön, windig -13°C

Man soll nie Glauben es reicht schon. Ich hatte gestern bei der Anfahrt noch etwas mehr als ein Viertel Diesel. Um 03.00 Uhr wurde es im Wohnmobil langsam ungemütlich. Die Dieselheizung verlangte Energie konnte aber nicht ansaugen, da der Ansaugstutzen ungefähr bei einem Viertel Tankinhalt leer saugt. Ich wusste das aber ich glaubte das reicht,. Irrtum. Ich habe dann meinen Reservekanister reingeleert. Schon nach kurzer Zeit merkte man die Wärmezufuhr. Draussen war - 14°C. Es wird dann schnell ungemütlich. So habe ich bis 7.30 Uhr gut geschlafen. Ich habe gefrühstückt und bin dann mit dem Fahrzeug zur Tankstelle gefahren und aufgefüllt. Um 09.00 Uhr mussten wir abmarschieren auf den Bus. Der brachte uns in wenigen Minuten zur Innenstadt.

Vor dem Radisson Hotel war Besammlung. Christophe hat den Anlass in einem Adventure Büro schon von zu Hause aus bestellt. Ein Bus holt uns am Treffpunkt ab, und wir fahren in den Norden von Tromsø, um eine Rentierfarm einer einheimischen Sami-Familie zu besuchen.. Die Fahrt dauerte rund 50 Minuten. Durch eine schöne Route mit bester Sicht auf die Gebirge und das Meer kamen wir zu einer Ebene die mit Hütten, Zelten und Rentiergehegen ausstaffiert war. In einer herrlichen Umgebung warteten 100 Rentiere auf unsere Fütterung. Das war ein Erlebnis. Sie wechselten immer von einem zum anderen Futterkübel den die Touristen hinhielten. Sie bekamen Heupellets mit mit Protein Zusätzen.

Die samische Kultur ist eine der ältesten Europas und überraschte uns mit ihrer ihrer Einzigartigkeit. Wir durften durch die Frau mehr über ihren Lebensstil, die Herstellung traditioneller Kleidung und wie sie Rentiere zähmen. Eine echte kulturelle Erfahrung!

Diese Tour ist besonders respektvoll gegenüber den Rentieren, Stattdessen geht es um eine intensive und respektvolle Interaktion – ideal für Familien, besonders für Kinder, die es lieben, die Tiere zu streicheln und zu füttern. Wir durften mit einem jungen Sami lange in einem Unterstand bei einem Lagerfeuer sprechen und erhielten viele persönliche Informationen. Wir haben ein schöne Zeit gehabt und viel gelacht.

Im grossen Tipizelt das mit einem Feuer geheizt wurde gab es typisch lappländisches Mittagessen. Rentierfleischsuppe oder Gemüsesuppe. Bei den Temperaturen Draussen schmeckte sie umso mehr und heizte auch den Körper auf. Nicht fehlen durfte der Kaffee und die Süssigkeiten. Die Zeit verging wie im Flug. Nach rund vier Stunden ging es wieder zurück in die Stadt.

Wir hatten noch das Trollmuseum auf dem Plan. Dieses ist gegenüber der Schiffsanlegestelle am Hafen. Ein grosses Kreuzfahrtschiff ankerte gerade. Es ist das erste Museum in Norwegen, das sich ausschließlich den Trollen und Märchen widmet. Man erfährt über den Zauber des norwegischen Volksglaubens und der Geschöpfe, die ihn bevölkern. Das Museum ist eine kleine und gemütliche Einrichtung, und der Ansatz basiert auf einer Kombination aus handgefertigter Kunst, Liebe zum Detail und moderner Technologie. In die Exponate sind Augmented-Reality-Funktionen integriert, die bewegliche Elemente und Geräusche über die Kunstwerke legen, die man sehen kann. So entsteht ein einzigartiges und ungewöhnliches Museumserlebnis, bei dem man in die norwegische Folklore eintauchen und entdecken kann, wie sich die Vorstellung von Trollen im Laufe der Zeit verändert hat.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Tromsö - Kilpisjärvi >>> 165 km

Wetter, bedeckt,Schneefall - 12°C

Übernachtung, Tundrea Holiday Resort Killpisjärvi

Jetzt kommen die unspektakulären Strecken. Wir fahren nun gegen Finnland. Heute sind wir noch in den Bergen drin und an den Fjorden. Teilweise drückte die Sonne durch und liess einmal mehr die Schneebedeckten Berge glänzen. An den Felsen am Strassenrand hatten sich in den letzten Monaten dicke Eisstellen gebildet. Wir haben nun eine Stunde verloren. Finnland liegt westlicher und hat eine Zeitverschiebung von einer Stunde. Der Vorteil jetzt um 17.30 Uhr Ortszeit ist es immer noch schön hell. Es ist eisig kalt da ein starker Wind weht der dann die gefühlte Temperatur von - 17°C ergibt.

Freitag, 27. Februar 2026

Kilpisjärvi - Turtola >>>> 350 km

Wetter: Schneefall, bedeckt - 7°C

Übernachtung: Parkplatz Tornintie 134c, Turtola

Wir übernachteten kurz nach der Grenze nach Finnland. Es schneite und am Morgen war alles wie verzuckert. Heute hatten wir eigentlich eine normale Strecke vorgesehen. Da wir aber sehr früh in Pello unserem vorgesehenen Übernachtungsplatz waren entschieden wir nochmals etwas mehr als 120 km weiter zu fahren. Die Strecke war am Anfang sehr eisig und schmal. Das es sich nicht lohnt schnell zu fahren bewies ein LKW der kopfüber im Schnee steckte. Christine reagierte am schnellsten und machte die Aufnahme. Ich hatte keine Zeit und sonst schon alle Hände voll zu tun.

Die Strasse wurde nun etwas besser, sodass man gut mit 80 km fahren konnte. Wir kamen zügig voran. Die Landschaft hat sich seit Norwegen komplett geändert. Die Berge sind rund geworden und viel Land ist bewaldet.

Samstag, 28. Februar 2026

Turtula - Tornio - Oulu >>>> 235 km

Wetter: bedeckt, Nebel >>> - 7°C

Übernachtung: Campingplatz Nallikari, Oulu

Wir haben die Zelte um 09.00 Uhr abgebrochen und sind weiter gegen Süden gezogen. In Tornio sind wir kurz nach Schweden über den Fluss gefahren nach Haparanda um Einzukaufen und haben anschliessend auch gleich in einem Restaurant Mittag gegessen. Die Strassen sind nun gut zumal immer wieder Autobahnen oder Autobahn ähnliche Strecken mit und ohne Schnee befahren wurden. In Oulu haben wir einen kurzen Besuch bei Ari Sulander gemacht. Wir trafen ihn an seinem Arbeitsort in einem Industriegebäude in Oulu.

Ari Sulander begann seine Karriere in den Nachwuchsmannschaften von Jokerit Helsinki, für die er ab 1986 in der höchsten Junioren-spielklasse Finnlands spielte. Er war 14 Jahre bei den ZSC und konnte in dieser Zeit viele Erfolge erzielen. Nach der Saison 2011/12 beendete er seine Karriere und wurde Torwarttrainer. Seine Trikotnummer 31 wurde nach dem Ende seiner Karriere durch die ZSC Lions gesperrt. Was macht Sulander heute ? Er hat eine Kremationsfirma für Haustiere. Davor hat er verschiedene andere Berufe versucht unter anderem als Tierpräparator. Ein Arzt erzählte ihm dass ein Kremierer aufhört. Er meinte er solle den Job übernehmen und so ist er dabei geblieben. Der TA hat vor Jahren einen grossen Artikel über ihn geschrieben zu Lesen unter:

Bericht TA :

https://www.tagesanzeiger.ch/zsc-lions-goalie-ari-sulander-er-kremiert-jetzt-haustiere-704426080134


Sonntag, 1. März 2026

Oulu - Räihä >>>> 276 km

Wetter: bedeckt,teilweise Schneefall

Übernachtung: SF-Caravan Keski-Suomi Ry, Lintulantie 9, Räihä

Christophe und ich sind am Morgen noch auf einen kurzen Spaziergang zum Meer gegangen. Während gestern wunderschönes wolkenloses Wetter war kann man heute Morgen nicht sehr weit sehen. Wir haben noch einige Gegenstände gesehen, die von gestern übriggeblieben sind. Nach dem Spaziergang war es aber Zeit weiter zu fahren. Wir hatten mehr als 250 km vor uns.

Wir machten uns auf den Weg weiter gegen Süden. Die Strassen waren zuerst noch teilweise Schneebedeckt. Die Temperatur lag noch bei - 7°C. je weiter wir nach Süden kamen desto weniger Minusgrade waren auf dem Temperarturanzeiger zu sehen. Damit wurde die Strasse auch schmutzig vom Salz-Schnee Gemisch. Nach etwa 150 km machten wir Mittagspause. Christine kochte ein Mittagessen mit meinen Resten von Rösti und Raclettekäse. Christines Improvisationstalent mundete allen. Danke für die Einladung.

Die restlichen 150 km waren dann wie erwartet langweilig. Gerade Strassen Kilometerweise Links und Rechts Bäume ohne Schnee und recht viel Verkehr. Wir erreichten den Campingplatz am frühen Nachmittag. Die letzten 40 km schneite es dazu noch leicht. Die Temperatur um die 0°C Grenze.

Morgen kommt dann noch die letzte strecke nach Helsinki wo wir dann zwei Nächte bleiben und uner anderem die Stadt besuchen werden. Unser Schiff geht am Mittwoch von Vuosaari aus.

Montag, 2. März 2026

Raihä - Helsinki >>>> 337 km

Wetter: bedeckt 0°C

Übernachtung Campingplatz Rastila Helsinki

Heute machen wir die letzte Fahrt im Norden. Das Wetter zwar nicht neblig aber stark bewölkt. Anfänglich war noch wenig Verkehr je näher wir nach Helsinki kamen desto mehr sah man den Arbeitsschluss der Finnen die alle aus der Stadt raus fuhren. So hatten wir freie Fahrt und kamen gut voran. Mit einem Zwischenhalt in Lathi wo wir das Mittagessen zubereiteten hatten wir nun nur noch trockene Autobahn zum Fahren. Schnee gibt es bis Helsinki. Die Temperatur allerdings ist im Moment über 0°C. Spezielles zu berichten gibt es nicht. Wir sind gegen 16.00 Uhr auf dem Campingplatz in Helsinki angekommen. Der Platz hat ein schönes Restaurant wo wir den Zvieri genossen.

Dienstag, 3. März 2026

keine Fahrt, Besuch Helsinki

Wetter: bedeckt, neblig 0°c

Als Abschluss unserer Reise stand ein Besuch von Helsinki auf dem Programm. Der Campingplatz liegt verkehrsgünstig in der Nähe der U-Bahn Station. So sind wir am Morgen los gelaufen und waren in 20 Minuten in der Stadt. Unser erstes Ziel war Oodi oder Ode die zentrale öffentliche Bibliothek in Helsinki. Die Bibliothek wurde im Dezember 2018 eröffnet. Sie befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptbahnhofs, des finnischen Parlaments und Alvar Aaltos Finlandia-Halle.

Neben dem Bücherverleih bietet die Bibliothek auch öffentliche Arbeitsbereiche, die mit Computern, Nähmaschinen und 3D-Drucker ausgestattet sind und allen Besucherinnen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können öffentliche Veranstaltungsräume, Videospielbereiche, Tonstudios, ein Kino und eine Küche genutzt werden. Sowas kennen wir nicht. Alles kostenlos und zudem mit Personal das Schulungen macht oder zum Beispiel auch Senioren hilft wenn sie mit irgend einem Gerät Probleme haben. Die Architektur des Gebäudes mit den grossen Holzstreben ist eindrücklich. Das Gebäude hat 10000 Quadratmeter Fläche, ca. 70000 Bücher und gegen 3 Mio Besucher im Jahr.

Das Gebäude hat drei Stockwerke. Im EG sind alle Informationen erhältlich. Ein hervorragendes Restaurant bietet den Besuchern alles was das Herz begehrt. Es gibt weiter einen Jugendplatz. Im ersten Stock können sie ihre Hausaufgaben machen, Video Gamen, oder mit Freunden herumhängen. Im obersten Stockwerk der Bibliothek, dem sogenannten Bücherhimmel, kann man sich richtig wohlfühlen. Der Bücherhimmel ist wie ein offenes Wohnzimmer, in dem man zusammen oder allein sein kann, mit reichlich Platz für beides. Während sich die dritte Etage den Büchern widmet, konzentriert sich die zweite Etage hauptsächlich auf Heimwerkeraktivitäten. Die Ateliers sind mit Nähmaschinen, Bohrmaschinen, Kochecken und 3D-Druckern ausgestattet. Das Oodi bleibt trotz dieser modernen Einrichtungen seiner eigentlichen Identität als Bibliothek treu.

Der dritte Stock ist zum Lesen. Es gibt Bücher in 22 Sprachen. Im weiteren gibt es aber auch Musik, Videos und Spiele. Im hinteren Teil ist Raum für die Kinder. Als wir da waren kam gerade eine Kita. Sie griffen sich sofort die Bücher oder Turnten an diversen Spielzeugen die auch für die Kleinsten geeignet sind. Es war lustig zuzusehen wie sich die Kleinsten vergnügten oder miteinander Büchlein anschauten.

Nach rund zwei Stunden verliessen wir das Gebäude voller Eindrücke und suchten ein Restaurant zum Essen. Vorher schauten wir rasch ins Warenhaus Stockmann. Ich suchte noch immer Elch Fleisch. Und siehe da in der Delikatessenabteilung war alles redlich vorhanden. Wir beliessen es beim Schauen, denn unser Besichtigungsprogramm war noch nicht fertig. Zuerst Essen in einem guten Restaurant an der Esplanadie. In einem alten Holzhaus mit guter Atmosphäre und guter Küche verköstigten wir uns. Als letzter Punkt wollten wir noch die Tempelliaukio Kirche besuchen gehen. Wir mussten rund 20 Minuten Laufen.

In den natürlichen Fels gehauen und von den Architekten Timo und Tuomo Suomalainen entworfen, wurde die Temppeliaukio-Kirche 1969 eröffnet. Die Kirche ist auf Deutsch auch als "Felsenkirche" bekannt. Die Kirche ist in den Felsen eingebettet, doch Tageslicht fällt durch die Oberlichter ein. Dank der außergewöhnlichen Akustik, die durch die raue Felsoberfläche entsteht, dient das Gebäude oft als Konzertsaal. Als Altarbild dient ein natürlicher Felsspalt. Die spektakuläre Atmosphäre, einzigartige Architektur und hervorragende Akustik machen sie zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Helsinki. Die Kirche gehört zur Gemeinde Töölö und ist mit ihrer kupferverkleideten Kuppel ein beliebter Ort für Hochzeiten und Taufen.